Bericht Theorieabend 'Dual-Aktivierung' vom 8. November 2007 

 

Dieses Jahr organisierte Sandra Grab einen Theorieabend, bei dem wir alle eine neue Methode kennen lernen durften; das Dual Training. So war auch die zahlreiche Teilnahme kein Zufall. Mit grossem Interesse wurden wir von einem Dual Fachmann durch den Abend begleitet.  Nach einer kurzen Einführung und einem Kurzfilm hiess es dann ran an die Pferde. Als erstes stellte uns Bettina ihren junger Araberwallach zur Verfügung. Man zeigte ihm spielerisch, wie er seine Balance zwischen Losgelassenheit und Anlehnung finden konnte. Uns wurde aufgezeigt wie wichtig es ist, dass wir immer das Tempo und den Befehl angeben müssen- das Pferd folgt uns und nicht wir dem Pferd-.

 

Als zweiter war ein Routinier aus dem Stall Forrer an der Reihe, der Wallach war schon toll an die Longenarbeit gewohnt. Ihm zeigte man, dass es nicht nur um das im Kreislaufen geht sondern durch die blauen und gelben Pylonen wurde auch sein Geist gefordert - und so trabte er auf einmal viel wacher und aktiver in der Hinterhand auf der Volte.

 

Die nächste war Gina aus dem Stall Schönenberger, eine Meisterin in Sache Pylonen. Mit ihrer Erfahrung im Fahrsport wollte sie es allen zeigen, doch die blau-gelben Hüte liessen sie zuerst einmal staunen. Fragend und etwas aufgeregt wollte sie von Karin wissen was das soll ;o), doch auch sie lernte schnell die Anlehnung und die Koordination zwischen Geist und Körper anzuwenden und zu nutzen.

Tamaras Youngster durfte seine ersten Erfahrungen im Dual Training unter dem Sattel erleben. Es war erstaunlich, wie schnell dieser junge Wallach seine Tempi umstellen konnte und wie konzentriert er sich durch die Gassen und Pylonen führen/reiten liess.

 

Das i-Tüpfelchen bot uns dann noch Frisbee, Sandras Vollblut. Über seine Stärken und vor allem sein Temperament wussten wir ja alle Bescheid. Doch was dieser Kerl uns da zeigte versetzte doch einige ins Staunen. Sandra zeigte uns Lektionen der oberen Stufe und durchbrach die kalte Reithalle mit einem warmen Wind von Harmonie zwischen Reiter und Pferd, mit Galoppwechsel und Gassen-, Kreuz-, Pylonenarbeiten überwältigte uns dieses Paar.

 

Nach einer satten halben Stunde durfte Frisbee am hingegebenen Zügel Galoppieren so quasi  zur Pause, zur Entspannung. Doch dieser setzte nochmals sein Tempo zu und vermittelte uns ganz deutlich, dass er erst warm geritten sei und ihm die Kopf- Körper durchaus Spass machten.

 

Es war für uns alle ein sehr interessanter Theorieabend, und wir durften wieder einmal mehr erfahren, wie vielseitig die Arbeit mit unseren Vierbeinern doch sein kann.

 

Im Namen aller Teilnehmer recht herzlichen Dank der Organisation und den Pferdebesitzern für die zur Verfügung gestellten Pferde.

Nicole Kellner