75 JAHRE
REITVEREIN
ALTTOGGENBURG U. UMGEBUNG
1921 – 1996
Vorwort
Zur Pflege der Reittätigkeit und der Kameradschaft wurde unser Verein im Jahr 1921 von ehemaligen Offizieren und Dragonern der Kavallerie gegründet. Aus Liebe zu den Pferden und Freude am Reiten wurde diese Vereinigung unter dem Namen " Reitverein Alttoggenburg und Umgebung" weitergeführt. Kameradschaft, Liebe zu den Pferden und Freude am Reiten sind somit die verbindende Klammer, welche den Reitverein Alttoggenburg auch in schweren Zeiten, im Laufe seiner 75 jährigen Geschichte überstehen liess. Zu diesem Anlass wurde mir die Ehre zu teil, eine Jubiläumsschrift herauszugeben. Mein Ziel war, soviele Vereins-angehörige, treue Pferde und Ereignisse fotographisch wie auch dokomentarisch festzuhalten. Es wären noch viele amüsante Erlebnise aufzuführen gewesen, aber der Rahmen würde sicherlich gesprengt. Danken möchte ich all Jenen, welche sich tatkräftig, wie finanziell eingesetzt haben und mit Ihrer positiven Einstellung beitrugen, was dieser Verein heute ist.
Geschätzte Leserin, geschätzter Leser, lassen Sie sich entführen in die 75 jährige Geschichte des Reitverein Alttoggenburg und Umgebung, dazu wünsche ich Ihnen viel Vergnügen
Geri Holenstein
So entstand unser Verein
Durch das Initiativ-Komitee von J.Rutz, Inf.-Hauptmann, Bütschwil / P.Holenstein, Drag-Korporal, Bütschwil / J.Egli Dragoner, Wolfikon /A..Gähwiler Dragoner Brägg-Bazenheid / T.Kopp Dragoner, Haslen-Lütisburg / J.Bolt, Dragoner, Bazenheid und ein Inserat in den ortsüblichen Publikationsblättern luden aktive Reiter und Pferdefreunde ein zur Gründung einer Reitergemeinschaft auf den Funkensonntag vom 13.Februar 1921,Nachmittags 14.00 Uhr, im Hirschen Gonzenbach. Zuvor ein Ritt mit Besammlung um 13.00 Uhr bei der Sonne Bütschwil. Von da gings nach Ganterschwil über die alte Letzi-Holzbrücke nach Lütisburg-Dorf und zum Hirschen Neugonzenbach. Es war ein ein milder Wintertag. Die Strassen waren aper, auf den Wiesen lag noch Schnee. An diesem Ritt nahmen 10 Reiter teil: Hauptm. Jos.Rutz, Paul Holenstein, Aug.Holenstein, Jos.Holenstein, Karl Solentaler, Paul Brändle, Joh.Egli, W.Harder sen., Traugott Kopp und Moser von Arx. Bis auf den letzten Platz war die Nebenstube im Hirschen besetzt. Es mögen ca. 45 gewesen sein. Hauptm. Rutz als Vorsitzender der beratenden Kommission eröffnete die Versammlung und begrüsste die unerwartet grosse Zahl von Inressenten. Provisorische Statuten waren schon vorbereitet und so konnte spetitiv Artikel um Artikel diskutiert werden. Eine Rededebatte gab es bei der Namensgebung unserer neuen Vereinigung. Zur Diskussion standen "Reitklub" oder "Reitverein". Die letztere Bennenung erhielt dann die Mehrheit. In die neue Kommission wurden gewählt: Inf. Hauptm. Jos.Rutz als Präsident / Drag. Joh.Egli, Rittmeister / Drag. Traugott Kopp, Aktuar / Drag.-Korp. Paul Holenstein, Kassier / Drag. Jakob Huber, Beisitzer / Drag. Joh.Bolt und Drag. Anton Gähwiler als Revisoren, für eine Amtsdauer von 2 Jahren.
Mitglieder bei der Gründung
Aktivmitglieder :
Rutz Jos. Bütschwil Egli Joh. Wolfikon Holenstein Aug. Bütschwil
Kopp Traugott Lütisburg Brändle Paul Mosnang Holenstein Jos. Bütschwil
Huber Jakob Ganterschwil Bolt Joh. Bazenheid Holenstein Paul Bütschwil
Rebsamen Adolf Müselbach Eglauf Fritz Kirchberg Stillhart Meinrad Bütschwil
Schneider Bernhard Mosnang Widmer Aug. Mühlrüti Vetsch Ulrich Bütschwil
Solentaler Karl Wattwil
Freimitglieder :
Moser Anton Ganterschwil Ambühl Heinr. Lütisburg Scherrer Adolf Bazenheid
Schönenberger Paul Dietfurt Stässle Alfred Bazenheid Holenstein Jak. Bütschwil
Schönenberger Aug. Bütschwil Gähwiler Ant. Bazenheid Krucker Arnold Bütschwil
Schönenberger Frido.Bütschwil Gröbli Josef Bütschwil Wick Josef Lütisburg
Rupper Arnold Dietschwil Traber Albert Kirchberg Wahrenberger Emil Lütisburg
Harder Werner Wolfikon Nef David Bütschwil
Passivmitglieder :
Ebnöter Arnold Dietfurt
Holenstein Arnold Bütschwil
Holenstein Emil Bütschwil
Wäspi Albert Ganterschwil
Stähelin Hans Ganterschwil
Hilber Anton Lütisburg
In den ersten Jahren wurden die Einladungen zu den stattfindenden Veranstaltungen jeweils im Alttoggenburger und in der Neuen Toggenburger Zeitung bekanntgegeben. Die Hauptversammlungen setzten wir in der Folge immer auf den Funkensonntag an. Schon im ersten Jahr wurde nebst 11 kleineren Ritten und Springübungen ein Hauptritt durchgeführt . Route: Neu St. Johann - Rietbad - Chrätzerli - Urnäsch; 71km; Beteiligung 14 Reiter. 1922 war der Hauptritt über die Amdener Höhe auf dem Jahresprogramm. Besammlung morgens 5.00 Uhr bei der Sonne Bütschwil. Es war noch stockfinster, man wusste nicht, wie das Wetter mitspielen würde. Trotzdem kam pünktlich ein Trüppchen von 11 Reitern zusammen, sogar unser Senior Drag. Arnold Rupper von Dietschwil, der wohl den weitesten Weg hatte. Im"Schäfli" Neu St. Johann gab es Zmorge für Pferd und Reiter. Es tagte langsam. Am Himmel hingen Regenwolken. Der Rittmeister beantragte Umkehr oder einen Abstecher ins Rietbad. Doch fast alle waren dafür, den geplanten Ritt fortzusetzen. Nach der Nesslauerlaad fing es zu rieseln an. Dichter Nebel kam dazu. Auf der Höhe angelangt, gingen wir zu Fuss, die Pferde am Zügel führend. Man musste ganz aufgeschlossen in Einerkolonne gehen, sonst verlor man den Vordermann. Man sah keinen richtigen Weg, nur Wasserpfützen. Bei den grösseren waren Tannrügel gelegt, doch musste man aufpassen, dass man darauf nicht ausglitt. Gegen Amden hinunter lichteten sich die Wolken . Es läutete 11.00 Uhr, schon gut 3 Stunden ohne Halt unterwegs! In unserer nassen Montur wagten wir hier keinen Halt zu machen und wir strebten immer neben den Pferden gehend Weesen zu. Hier im Hotel Schwert zogen und leerten wir die Stiefel aus, die Socken und den Kittel hängten wir an den Gartenzaun. Zuvor wurde aber doch für die Pferde gesorgt. Wir sassen draussen in der Laube, wohin nun die wärmende Julisonne schien. Gegen den Nachmittag waren wir dann soweit trocken, dass wir uns auf den Heimweg machen konnten. Erwähnenswert ist auch der 2-tägige Ritt an's Welttheater in Einsiedeln 1925.
An der Hauptversammlung 1923 traten Paul Holenstein und Joh. Bolt nach 2-jähriger Amtszeit zurück. An deren Stelle wurden Kav. Lt. Hess und der Schreibende dieses Berichtes gewählt. Bei unserer ersten Springkonkurrenz anfangs April 1924 in Wattwil musste ich als Finanzchef amtieren. Es waren sehr viele Nennungen eingegangen. Damals musste man noch Wegentschädigung auszahlen, was einen ziemlich hohen Betrag an Bahnfracht ausmachte. Von morgens 8.00 Uhr an, den ganzen Tag Schneegestöber, aber für eine Verschiebung war es zu spät. Den knapp Fr. 2'000.- standen Ausgaben von Fr. 6'000.- gegenüber . Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mir unser Präsident Hauptm. Rutz abends in Wattwil in einem Embagsäcklein die Gesamteinnahmen, es war alles in Silber, übergab und sagte:" Da, bezahl die dringendsten Aufgaben, soweit das Geld reicht."Zur finanziellen Sicherung eines allfälligen Defizits waren zuvor Garantiescheine ausgegeben worden, zur beliebigen Zeichnung von Fr. 20.- bis 100.-. Als Mitglied des toggenburg. Offiziersvereins brachte Hauptm. Rutz an einer demnächst stattfindenden Offiziersversammlung die prekäre finanzielle Lage unseres noch jungen initiativen Vereins vor und spontan wurden uns Fr. 4'000.- überwiesen. So mussten die Garantiescheine nicht zur Zahlung herangezogen werden, was besonders mir einen Stein vom Herzen nahm. Denn ich brachte bei meiner persönlichen Werbung bei unseren Frei- und Passivmitgliedern in den Gemeinden Bütschwil und Mosnang die Zeichnung von gut Fr. 2'000.- zusammen, während Joh. Egli es in der ganzen Gemeinde Kirchberg nur auf knapp Fr. 500.- brachte. So blieb mir die unschöne Bettlerei erspart.
Nachfolger wurde Traugott Kopp. Als Joh. Egli aus der Kommission ausschied, musste ich an seine Stelle als Rittmeister vorrücken. 1925 waren wir dem ostschweiz. Kavallerieverein, OKV, beigetreten. Als Rittmeister hatte ich dem OKV jeden durchzuführenden Ritt mit Zeitangabe und Route rechtzeitig zu melden und nachher die Beteiligung mitzuteilen. Ich nahm diese Aufgabe sehr genau, denn man war nie sicher, wann eine Kontrolle stattfand. Als Rittmeister war ich zugleich auch Fähnrich. Bei Festanlässen und Umzügen, die gar nicht selten waren, wie auch bei Schlittenfahrten prangte unsere schöne Standarte immer an der Spitze. Aber nicht bloss an freudigen Anlässen kam unser Fähnchen zur Geltung. So das erste mal 1932 trauerumflort bei der Beerdigung von Willi Forster, der bei der unglücklichen Fuchsschwanzjagd tödlich verunglückte. Nie hätte ich geglaubt, dass ich meinem aufrichtigsten Reitkameraden über seinem Grab zum Abschiedsgruss unsere Standarte schwenken sollte.
An den Umzügen erschienen wir je nach der Art desselben in Zivil oder in milit. Uniform mit Käppi und Säbel. So bei einer Gedenkfeier in Wattwil und einem Jubiläum der Off. Gesellschaft in Wattwil. Oder sogar in alten, fremden Reitkostümen, wie bei der Einweihungsfeier des neuen Schützenhauses Feld- Bütschwil und bei der Tausendjahrfeier der Grafen von Toggenburg in Lichtensteig, dann auch bei einem Fest in Kirchberg als Herrenreiter.
Als auch Kopp nach 4- jähriger Präsidialzeit zurücktrat, musste ich dessen Amt übernehmen. Egli und Kopp wurden bei ihrem Rücktritt zu Ehrenmitgliedern ernannt. Rittmeister wurde Theo Schönenberger, kurze Zeit war Eugen von Arx Kassier, nachher Ernst Häni. Als Aktuar sollte Hermann Traber funktionieren. Beisitzer waren Eduard Wallisser und nach ihm Hans Lamprecht. Traber als junger Dragoner kam nur selten an die Veranstaltungen, somit musste ich selbst die entsprechenden Berichte abfassen. Hauptritte, Schlittenfahrten etc. schrieb ich mit Vorliebe in Gedichtform. Trabers Nachfolger wurde Friedli Schönenberger. Geländeritte und Springübungen waren meine liebsten Vorschläge. Auch an Sternritten nahmen wir teil. Zum Bahnreiten durften wir in der Reithalle in Wil und auch den dortigen Springplatz konnte wir benützen. An Nachtritten kamen Ebenalp, Hörnli, Kreuzegg u. a. zur Durchführung. Nach 6- jähriger Amtszeit als Präsident trat ich 1937 zurück.
Arbeitsprogramm 1934
Januar : Schlittenfahrt nach Nesslau / Strassenritt
Februar :Hauptversammlung
März : Bahnreiten in Wil / Geländeritt
April : Viereckreiten event. Stassenritt oder Geländeritt
Mai : Bluestfahrt / Viereckreiten
Juni : Nachtritt
Juli : Hauptritt
August : Springübung
Sept. : Strassenritt / Springübung event. Kirchturmritt
Okt. : Reiterspiel
Nov : Fuchsjagd
Dez : StrassenrittDieser Bericht wurde im März 1988 von unserem Gründungs- und Ehrenmitglied Josef Holenstein, Schwendi, Bütschwil im 89.Altersjahr niedergeschrieben.
Da leider die Protokolle von 1936-1945 nicht auffindbar sind können keine genaueren Angaben gemacht werden. Aber Aug. Holenstein Käsermeister und Kantonsrat Bütschwil, welcher damaliger Präsident war, bestätigte mir, dass wärend dem 2.Weltkrieg (1939-1945) es sehr ruhig um den Verein wurde, da alle Dragoner Aktivdienst leisteten.
Jubiläumsspringkonkurrenz vom 22.Sept.1946
Die Neue Toggenburger-Zeitung schreibt über die Jubiläumsspringkonkurrenz Bütschwil.
Wenn St. Petrus nicht versöhnlicher wäre, als jene die um den Friedenskonferenztisch herum sitzen, hätte es am Sonntag wieder regnen müssen. Man hat nähmlich nach dem zweimaligen verschieben der Springkonkurrenz allerlei für Kraftausdrücke hören können und das Organisationskommitee war nichts weniger als freundlich gestimmt mit dem Wettermacher. Aber desto trotz war den Reitern ein Festtag beschienen, wie es besser und günstiger nicht hätte geliefert werden können. Vormittags gegen elf Uhr rückten die Feldgrauen auf. Reiter und Pferd in gehobener Stimmung, zuversichtlich, der Springgarten in tadelloser Ordnung, fertig bis zum letzten Hammerschlag. Es roch im ganzen Terrain nach Spannung und harter Konkurrenz, aber auch schon bald nach Bier und Wein, nach feingerösteten Bratwürsten und Stumpen. Mit der Austragung des Preises von der Kreuzegg begann das Springen. Immer dichter zog sich der Ring der Schaulustigen um die Piste, denn so ein Pferdespringen war den meisten etwas noch nie Erlebtes. Mit mehr oder weniger Fieberung und Temperament zogen Mann und Ross in die Piste, über Hindernisse manigfachster Art, hoch und weit. Es war ein Geniessen den prächtigen Leistungen zu folgen, hingerissen mit Sperberaugen ritt man gleichsam mit über Barren und Mauern. Reiter und Pferde mit bestem Klang und ausgewiesenen Leistungen zeigten ihr Können und nur wenigen musste die Glocke das Zeichen zum Ausscheiden geben. Anmut, Eleganz und Energie formten sich zu schönsten Bildern. Der Höhepunkt des Programms lag im Paarspringen, das alle Aufmerksamkeit auf sich zog. (natürlich für den Zuschauer. der Aktuar)Eine mustergültige Organisation gab dem Anlass eine besondere Note,der nicht durch einen einzigen Unfall getrübt wurde. Der Gang zum Gabentempel der die Besten in bester Form entschädigte galt als Schlussakkord des prächtigen Reiterspiels. Auf Wiedersehn ihr Reiter, ihr habt uns einen genussreichen Tag geboten.
Abverheiter Hauptritt 1946 nach Alt St.Johann.
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist Keller Wälti, er reitet zu seinem "Kind".
Wie verrückt reitet er gegen den Dreien durch den Wald.
Heute ist es ihm nicht zu kalt.
Schwizerhofstöchterli z'Alt.St. Johann,
die wartet uf de Wälti scho so lang.
I de "Sunne" z'Bütschwil wartet er uf sini Kamerade.
Doch die denket:de Wälti söll nu allei trabe.
De werd verruckt und macht en Grind,
und seid sich: jetzt gang i erst recht allei zu mim Chind.
Doch uf Alt. St.Johann isch es wit, es isch en Grus,
z'Wattwil isch mit de Begeisterig scho us.
Im Tüettlisberg obe hät eini au Freud
wenn en Dragoner z'Stobete chont mit soviel Schneid.
Döt obe hockt er bi Kaffi und Chueche bis z'Nacht em zwei,
und damit ist der Nachtritt vorbei.
Dieses Gedicht entstand aus der Feder des damaligen Aktuars, Hans Bärlocher.
OKV-Generalversammlung vom 1./2.März 1947 in Lichtensteig
Die Generalversammlung des OKV bot ein eindrucksvolles Bild militärischer Kameradschaft, die ihre Grundpfeiler im Einstehen für Freiheit und Vaterland verankert hat.Am Samstag Nachmittag tagte im Rathaus die Delegiertenversammlung unter dem Vorsitz von Herrn Hptm.Hauser Wädenswil. Im Namen des Reitvereins Alttoggenburg hiess unser Präsident Emil Eigenmann die Gäste im Städchen willkommen. Der Samstagabend war der Kameradschaft gewidmet. Im Hotel Krone wickelte sich ein sorgfältige vorbereitetes Programm ab, und die örtlichen Vereine wetteiferten im Bestreben, den Kavalleristen einige frohe Stunden zu bereiten. Der Männerchor, der Turnverein, die Jugenriege, zeigten Proben ihres Könnens. Dazwischen erfreute ein Singspiel von Herrn Dr. Dillier und Frl. Castelberg, und im mehrfachen Auftreten des Jodelklubs Ebnat-Kappel fand man besonders Gefallen. Herr Döbeli, als Präsident des Verkehrsvereines hiess im Namen des Organisationskommitees und der Vereine die ansehnliche Gesellschaft herzlich willkommen. Der Sonntag brachte noch mehr Gäste ins Städtchen. Um 10 Uhr begann in der Krone die Generalversammlung. Gegen 250 Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten entbot der Präsident, Herr Hptm.Hauser Wädenswil, in soldatischer Kürze den Gruss.Dieser galt insbesondere den beiden Obersten Bühler, Berg a. Jrchel und Dr. Stähelin, Frauenfeld, aber auch den Vertretern anderer Waffengattungen und den Behörden von Lichtensteig. Die geschäftlichen Traktanden samt den Wahlen wurden glatt erledigt. Das Jahresprogramm 1947 zeugt von starkem Willen, durch ausserdienstliche Betätigung dem Wehrwesen zu dienen. Dabei macht Herr Oberst Bühler auf die Petition für das Pferd aufmerksam. Dies sei um so notwendiger, als die Heeresorganisation über alte Traditionen der Kavallerie hinwegzugehen scheine. Die gleiche Materie behandelte Herr Oberleutnant R.Staub Zürich, in seinem Referat:"Warum kämpfen wir für die Kavallerie?"Wir verlangen für den Kavalleristen und für seinen Freund, das Pferd,die Beteutung, die ihnen wirklich zukommt und kämpfen gegen eine zu intensive Motorisierung. Mit Scherz und Ernst sprach zum gleichen Thema Her Oberst Bühler in seinen mit grossem Beifall aufgenommenen Ausführungen:"Auf zum Kampfe für das Pferd." Die Prämierung der Sektionen für ausserdienstliche Diensttätikeit schloss die Versammlung kurz nach 12 Uhr ab. Die ersten mit Preisen und Diplomen ausgezeichneten Sektionen sind: Wynental, Hallwil, Kempttal, Uster, Seebach-Oerlikon. Von den St.Gallischen Sektionen stehen Gossau, Werdenberg und Uzwil an der Spitze, während Alttoggenburg ungefähr in der Mitte der st.gallischen Sektionen, steht. Dann ging es zu einem kurzen Bügelschoppen ins Rathaus, der durch die Gemeinde Lichtensteig gestiftet war. Auf dem Rathausplatz konzertierte die Militärmusik, die im Laufe des Vormittags nach Wattwil zog, um Herrn Oberstlt. i.Gst. Dr.Georg Heberlein als Anerkennung für seine schon in frühren Jahren der Kavallerie gezeigte Sympathie, ein Ständchen zu bringen.Die Mittagsrast, d.h.das ebenso mundig wie reichlich servierte Mittagsbankett im Hotel Krone zeigte als schönstes Bild wohl die kameradschaftliche Verbundenheit von Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten. Herr Hptm.Hauser Wädenswil, grüsst nochmals die Kameraden, sowie die Behörden und Vertretungen. Herr Gemeinderat Xaver Kündig entbot in trefflichen Worten den Wilkomm an die Kavalleriekameraden und an die Gäste namens des Städtchens. In seinem Trinkspruch lässt er das Land, die Armee und deren tüchtige Reiterei, die Kavallerie, hochleben. Wärend unser Präsident Emil Eigenmann in kurzer, aber herzlicher Weise den Organisatoren, an deren Spitze Herr Buch-bindermeister Döbeli stand, dankte, erhob Hr.Hptm. Meyer, Rüti ZH sein Glas zu einem wohl-verdienten Dank und kräftigen Schluck auf Oberst Bühler, der in so uneigennütziger Weise der Waffe seine Dienste leistet. Ein kurzer Generaldank des Verbandspräsidenten, Hr. Hptm.Hauser, rundete die Reden ab und bildete auch den Schlusstrich unter einen schönen und ausgezeichnet verlaufene Tagung, die jedem Teilnehmer in angenehmer Erinnerung bleiben wird.
Aus dem Protokoll der Hauptversammlung 1947 konnte man unter Traktandum 6.Wahlen entnehmen: Der Präsident Eigenmann Emil demissioniert, ebenfalls amtsmüde sind der Aktuar (Hans Bärlocher) und der Kassier (Albert Lenzlinger). Was die Abtretenden hier zu hören bekamen, stimmte mit dem Loblied, dass man ihnen in Verbindung mit dem Traktandum "Rechnung Springkonkurrenz" anstimmte, nicht mehr ganz überein. Keller Walter teilte feierlich mit, dass er seine Person dem Verein nochmals für eine Amtsdauer opfere, da das Bestehen des Vereins in Frage gestellt wäre, wollte er seine akuten Rücktrittsgelüste ebenfalls Tatsache werden lassen. Der Aktuar betonte noch, dass wegen drei Pfählen noch nie ein Hag umgefallen sei, oder sonst sei dieser sowieso morsch und faul gewesen. Nachdem man endlich einsah, dass alles "schnörren" nichts fruchtete, stellte man folgende Nominationen auf, die dann auch einstimmig gewählt wurden. Max Huber, Vettiger Ernst, Strassmann Josef. Als Präsident beliebte der bisherige verdiente Rittmeister Harder Werner. Rittmeister ist Keller Walter.
Als Anerkennung für grosse Verdienste um den Verein und der Reiterei, wurde an der Hauptversammlung 1947 Oberst i.Gst.Dr.Georg Heberlein Wattwil, zum Ehrenmitglied ernannt. Sein berühmtestes Pferd war der Irländer-Schimmel "Sans Souci" mit dem er einmal den Armeepreis 1927 gewann.
Dank dem guten Ergebnis aus der Jubiläumsspringkonkurrenz 1946, einigte man 1947 die 1.Vereinsreise zu unternehmen.
Am 13.April starteten dann auch eine Garde von 12 Kavalleristen mit 5 Schutzengeln in Bazenheid bei vielversprechendem Wetter. Es hatte schon im smaragdgrünen Toggenburg den Anschein, als ob der goldene Tessin seinen azurblauen Himmel über die Berge entgegengeschickt hätte, wohl im Sinne der Freude, dass der Reitverein Alttoggenburg entgegen seiner Tradition eine Reise unternahm und als Ziel Lugano auserkoren hatte.
Aus den Protokollen des damaligen Aktuars Ernst Steiner Ebnat-Kappel
Vereisspringen auf dem 1.Trainingsplatz im "Löchli" Bütschwil vom 25.Sept.1949
Mit einer Beteiligung von 12 Mann konnten wir den neuen Springplatz zum 1.Mal benützen. Ein gegebener Platz ist es ohnegleichen, er versetzt sich im Gefühl so wie in einer griechischen Arena, wo die grossen Olympiaspiele ausgetragen wurden. Wer weiss, wenn sich die Griechen in Bütschwil angesiedelt hätten...?
Mit 0 Fehler brachten es nur Strässle und W.Harder ihre Pferde über die Latten. Bosshard zeigte auch schöne Sachen. Sogar Bärlocher Hans rückte mit "Finsterling" an, auf welchem er nicht wenig schwitzte. Auch das erfahrene Springpferd "Irchel" mit Schönenberger Sepp musste noch Fehler buchen, desgleichen die temperamentvolle "Scheidegg" von Gmür Beat. Das Maximum wurde vom Aktuar an "Dolch" gestellt, welcher als Nichtspringer am Birkenhag noch ein Vorhandfehler eintrug. Somit konnte "Amarella" von Willi Strässle die übrigen Konkurrenten auf die Ehrenplätze verweisen.Ein Unglück ist Gähwiler zugestossen bei einem Paarsprung, wo er samt Pferd kopfüber im Grase landete und mit Hirnerschütterung und Schlüsselbeinbruch den Heimweg antreten musste.
Bluestfahrt ins Hinterthurgau vom Sonntag den 14.Mai 1950
Junge Herzen reich an Liebeswonne, über allem hoch die Frühlingssonne!
Unter diesem Motto ist der Reitverein auch dieses Jahr wieder zu einer Bluestfahrt gestartet. Ist es doch unsern lieben Angehörigen und auch solchen die es werden wollen, einmal im Jahr vergönnt, sich mit den Reitern und ihren Pferden gemeinsam einen Sonntag zu ver-bringen, und nicht wie immer sonst sie beängstigend zu Hause auf iher Rückkehr warten zu lassen. So hat sich eine erfreuliche Anzahl von 10 Gefährten, wovon 3 Zweispänner, beim Bahnhof Bütschwil versammelt, und nach kurzer Erfrischung fuhr die muntere Schar gegen Mosnang und Mühlrüti zu, wo wir den 1. Halt einräumten. Ein herrlicher Maitag war uns beschieden, die Sonne strahlte goldend auf die bunten Blumenteppiche der Natur, und die Bäume präsentierten sich in schönster Blütenpracht. So fuhr die muntere Schar das Toggen-burg verlassend in die herrliche Blütenpracht des Thurgaus hinein. Nach kurzer Erfrischung in Fischingen gings bei Dussnang vorbei Sirnach zu, wo im Frohsinn ein längerer Halt gemacht wurde. Hier wurde mit Riesenappetit der Vesperimbiss verzehrt, und hie und da gönnte sich ein Liebespärchen ein Tänzchen. Der " Godi " im Brägg hat sich mit seinen Jass-künsten etwas zu viel Bier gewonnen, wovon er dann richtig in den Schuss kam. Leider schon langsam an den Heimweg denkend, klapperten die Hufe weiter gegen Wil zu, wo wir unserm Passivmitglied im Freihof Einkehr hielten. Nach kurzem, aber gemütlichem Hock verliessen wir die Aebtestadt. Manch einem Passanten wurde es warm ums Herz wenn sie uns sahen, denn es ist schon bald eine Seltenheit derartig mit stolzem Pferd und Wagen über Land zu fahren und manch einer hätte gern den Platz in seinem Auto mit dem Breack vertauscht. Nach dem letzten Halt im Ochsen Rickenbach ,wo es gemütlich war und einige Lieder erschallten, verabschiedeten sich die Kirchberger und wir zogen der Dämmerung wegen in ziemlichem Tempo ins obere Toggenburg, jedoch mit einigen Halten, schon wegen der treuen Pferde!!!! Nur allzu rasch verflogen die Stunden und ein jedes zog erfreut über die prächtige Fahrt mit dem bezaubernden Blütenschmuck und seinem wohltuenden Duft, in der herrlich, reinen Abendluft seiner Heimat zu .
Schlittenfahrt vom Donnerstag den 28.Dezember 1950
Freut sich schon das Pferd bei der Bereitstellung der Glockenbänder für die Ausstattung des Schlittengespannes, so ergänzt sich die Freude des Reiters und Bauersmann mit seinen Angehörigen bei der Abfahrt und Sammlung zur gemeinsamer Fahrt. Hat der Wettergott es dem Reitverein seit Jahren wieder einmal vergönnt eine Schlittenpartie zu veranstalten, da er doch die letzten Winter doch nur spärlich mit Schnee beschickt hatte. Doppelte Freude war dann vorhanden, als sich eine stramme Schar bei der Sonne in Bütschwil begrüsste. 15 flotte Gespann, wovon 4 Zweispänner, fahren in flüssigem Trab durch Lichtensteig, Wattwil und ziehen hinauf zu den Höhen des Dorfes Hemberg. Der Aufstieg mit der prächtigen Aussicht auf die grossen Orte von Wattwil, Kappel, Ebnat und hinüber auf den Ricken und ab der zügigen Fahrt von Heiterswil nach Hemberg und zu den Bergen des Obertoggenburgs und Appenzellerlandes. Im " Löwen " Hemberg, die Pferde wohl versorgt, machten sich auch die Reiter mit ihren Angehörigen an das Mittagessen, welches ausgezeichnet war in Oualität, Menge und Arrangement, es musste einem wohl werden. Vertraut und heimelig fühlte man sich in der Reiterfamilie. Gesang und Tanz mischten sich abwechselnd dazu. Die Heimfahrt ging über Bächli, St. Peterzell, Spreitenbach mit einem Halt im dortigen " Löwen "bei Kamerad E.Anderegg, wo wir sehr gastfreundlich aufgehoben waren. Dann gings gegen Ganterschwil, wo man sich nach den verschiedenen Heimatorten auseinander zog. Ein frischer, strammer Handschlag, ein freudig Wiedersehen, war der Gruss mit nach Hause. Ein schöner, lieber Tag war uns beschieden.
Springkonkurrenz 1951 in Bütschwil
Unser Reitverein hatte mit seiner Springkonkurrenz in zweiter und verbesserter Auflage einen durchschlagenden Erfolg. Am Morgen des 9. Sept. präsentierte sich den Konkurrenten und den über 2000 Zuschauern ein Parcours der von Herrn Gärtnermeister Engeler in einen Blumengarten verwandelt worden war. Die Hindernisse waren fäir und die Linienführung gross ausholend, was sehr schnelles Reiten gestattet hätte. Wenn trotzdem sehr vorsichtig geritten wurde,so jedenfalls nur deshalb, weil die Niederschläge des Freitags, und der schwere Morgennebel des Sonntags den Boden etwas schlüpfrig gemacht hatten. Das Preisgericht war diesmal pünktlich zur Stelle, so dass punkt neun Uhr mit dem Preis von der Thur begonnen werden konnte. Für die Zusammensetzung desselben sowie über die Ehren-gäste und das Organisationskomitee verweise ich auf das beigelegte Programm. Als Hinderniskommissäre amteten der Turnverein Bütschwil zur vollsten Zufriedenheit. Der Boden wurde fortwährend geklopft, wenn ein bockbeiniges Pferd denselben umgepflügt hatte. Auch die Aufmerksamkeit liess nie nach, und das will etwas heissen, wenn man bedenkt dass diese Turner von morgens 8.30 bis abends 17.30 ohne Ablösung an den Hindernissen standen.
Von 17 rangierten Konkurrenten, im Preis der Kreuzegg, strauchelte nur gerade unser Kamerad Erwin Harder an diesen gelbschwarzen Brettern, was ihn von einem durchaus möglichen 4. in den 13. Rang zurückgeworfen hat. Das soll kein Vorwurf sein, der Bericht-erstatter kennt diese gelbschwarzen " Teufelsbretter " auch von früher her.
Jury und Zeitmessung klappten vorzüglich. Teilweise war zuviel Volk auf der Jurytribüne. Speziell die Ehrendamen störten das Preisgericht. Ich schlage vor für das nächste Mal vom Zirkus Knie einen Löwenzwinger anzufordern, worin man die Ehrendamen jeweils bis zur nächsten Preisverteilung einsperren könnte. Vielleicht liessen sie sich auch herbei, den Programmverkauf zu übernehmen. Auch Ehrengäste gehöhren nicht auf die Jury, man kann ihnen einen guten Sitzplatz reservieren was diesmal unterlassen wurde.
Ich hätte auch gerne einzelnen Konkurrenten, die hart neben die Preise gerieten, einzelne Schleifen abgegeben, wenn nicht die übriggebliebenen Schleifen geklaut worden wären.
Unfälle sind keine von Belang zu notieren. Der Veterinär hatte ein schulterlames Pferd infolge leichter Quetschung und einige Kronen- und Ballentritte zu behandeln. In einem Fall ist ein Pferd zusammengeklappt, was aber mit der Konkurrenz nichts zu tun hat. Diagnose: Staupe. Nach einer Einspritzung erholte es sich rasch.
Unser Reitertag verdient die Note gut bis sehr gut. Fehler passieren damit man daraus lernt. Ich danke nochmals Allen, die sich für unser Reiterfest in die Stränge legten.
Ausschnitte aus dem Springkonkurrenzbericht von Hans Bärlocher.
12.Toggenburgischer militärischer Staffetenlauf vom 22.Febr.1953
Als die Morgensonne des letzten Februarsonntages die höchsten Bergspitzen des winterlichen Bergkranzes zu vergolden begann, kam Leben in das Marktstädchen Lichtensteig, wo sich ein Stab gut instruierter Funktionäre an die Tagesarbeit machte und 13 Wettkampfequipen zu acht Mann und verschiedene Einzelkonkurrenten sich vom techn. Leiter Lt. Kündig orientieren liessen. Prächtiges Wettkampfwetter wie es nur dem Veranstalter nur auf vor-herige Bestellung eingeräumt wird., färbte sich auch auf die Moral der Beteiligten günstig ab und begünstigte den Kampfverlauf in jeder Hinsicht. Ein Kontingent militärischer Strassen-polizei, der Samariterverein Wattwil und ein Trupp dienstbereiter Pfadi, vervollständigten die Rahmenorganisation. Die Wettkampfstrecken führten im Grossen und Ganzen der bis-herigen Route entlang, nähmlich vom Dragonerstart in Altgonzenbach über Grämigen nach Bütschwil. Die forschen Reiter, es sind dies die schnellsten aller Stafetten, kämpften auf teilweis hartgefrorener Strasse um Sekunden, und es gelang wieder Rüdlinger Hans mit seiner schneller Doraline sich an die Spitze zu setzen. Die Zeiten waren sehr schnell und ausgeglichen, waren doch die ersten 10 Ränge in der gleichen 52 Minuten. Hier übergaben die Reiter die Stafette den Velofahrern, denen für diesmal der Run nach Minuten und Sekunden über die Strecke Bütschwil - Wigetshof- Wattwil, angesichts der für den Monat Februar, nicht allzu leicht gemacht war. Nicht zu beneiden waren die Läufer 1 auf ihrer strapaziösen Etappe Wattwil-Hummelwald-Rickenhof-Schönenberg, sowie die Läufer 2, die die mit ziemlicher Höhendifferenz belegte Strecke zum Wissboden-Regulastein-Stotzweid-Tanzboden, wo sich die kampfstarken Wattwiler Postgruppe schwach in Front sah, gefolgt von der Kirchberger Gruppe, die zwar auf der Strecke Tanzboden-Dicken rund drei Minuten zurückfiel, geboten sich harten Kämpft um Sekunden. Doch schaltete sich die Kirchberger Gruppe nochmals gefährlich in die Auseinandersetzung, durch das gute Laufresultat des Gfr. Bosshard Bernhard (Reitverein Alttoggenburg ). Dank eines guten Resultates des Militärrad-fahrers der Wattwiler Pöstler verhalf er seinem Team zum sicheren Sieg. Zum gemeinsamen Nachtessen im Hotel Krone mit anschliessender Rangverkündigung abgewickelt wurde, hatten sich die Wettkämpfer fast lückenlos eingefunden und gestalteten durch diesen geschlossenen Aufmarsch den Schlussakt zu einem echt kameradschaftlichen Beisammen-sein,woraus geschlossen werden durfte, dass der togg. milit. Stafettenlauf auch für die Zukunft als ein noch weiter sich entwickelnder Anlass Geltung haben darf.
1954 Austritt aus dem OKV
Durch die übertriebenen Mitgliederbeiträgen von Fr.6.-, welche man nicht bereit war zu bezahlen, beschloss die Hauptversammlung 1954 aus dem Ostschweizerischen Kavallerie-verband auszutreten. Es wurde erwähnt, dass diese " feinen Seidenherren " nicht zu schön wären, um einwenig Ehrenamtlich zu arbeiten, so würden sie auch nicht soviel " gestohlenes Geld " brauchen.
Durch die Reorganisation des OKV, welche die finanziellen Forderungen bedeutend herab- setzten ( Mitgliederbeitrag Fr.1.-) und Schwierigkeiten von Springkonkurrenzdurchführun-gen, sowie Startverbote für Vereinsmitglieder an OKV-Veranstaltungen, einigte man sich 1959 dem OKV wieder beizutreten.
Springkonkurrenz 1959 in Bütschwil
Im Herzen des tannengrünen Toggenburgs, in Bütschwil, hat am ersten Septembersonntag der Reitverein Alttoggenburg und Umgebung seine bald traditionelle Springkonkurrenz durchgeführt. Breite Schichten der Bevölkerung von der näheren und weiteren Umgebung und begeisterte Pferdefreunde aus der ganzen Ostschweiz haben sich bei den populären Eintrittspreisen des edlen Pferdesportes gefreut.In der Zeit der bald überspitzten Techni-sierung und Modernisierung in Witrschaft und Verkehr, im täglichen Leben überhaupt,ist das Mitgehen des Publikums mit den fairen Kämpfen der Konkurrenten, ein erfreulicher Lichtblick für die Begeisterungsfähigkeit unseres Volkes für das treueste und edelste Haus-tier des Menschen. Nach internsiven Arbeitstagen haben die Mitglieder des Reitvereins in flotter Zusammenarbeit auf den Beginn der Wettkämpfe am Samstagnachmittag einen höchst präsentablen Concurs-Platz festlich hergerichtet und zum blumen und tannenreichen Garten gestaltet. Auch einen vorbildlichen Organisation war bis in alle Delails unter dem Präsidium von Viktor Schönenberger, Kirchberg, mit seinen opferbereiten Mitgliedern auf gründlichste vorbereitet und funktionierte bis übers Fest hinaus vorzüglich. Nachdem ein goldenes Herbstwetter schon die Eröffnungsspringen am Samstag ( Vereinskonkurrenz ) beschert hatte, erfolgten am Sonntag bei wiederum idealem Klima ab morgens 7.30 laufend die Starte von weit über hundert Pferden in 6 weiteren Konkurrenzen.. Von den Amateuren der leichten Kategorien bis zu den mehrfachen Preisträgern und Routiniers der schweren Konkurren, auch Amazonen zeigten ihr Bestes, wurde herrlicher Sport gezeigt. Besonders in den Ritten um den Preis der Thur und dem Preis vom Toggenburg haben gut trainierte Pferde unter sattelfesten, vorbildlichen Reitern Parcours gezeigt, die auch auf höchstrangigen Turnier-plätzen als Bravourleistungen gewertet werden könnten. Ganz speziell hat der Bütschwiler Parcour durch faire und zu temporeichen Ritten einladende Linienführung bei Konkurren-ten,Jury und Kennern im Publikum ungeteiltes Lob geerntet. Neben den Ankündigungen der kontinuierlichen Starts und deren Ergebnisse durch verschiedene Sprecher hat der Präsident des Reitvereins, Herr Viktor Schönenberger, der ganzen grossen Schar von Festbesuchern Willkomm und Dank entboten und mit echtem Reitergeist die Liebe für unsere hehre Krea-tur, den uralten Begleiter der Menschheit zu wecken oder zu fördern versucht. Pferdezucht und Pferdehaltung, Reiten und Fahren mit unseren treuen Vierbeinern mögen stets neben der modernen Entwicklung den gebührenden Platz finden. In diesemGeiste schloss auch der letzte Sprecher nach der Schlusspreisverteilung um 18.00 Uhr programmgemäss das wohl-gelungene Reiterfest auf dem Springplatz beim Bahnhof, dem sich ein geselliges Beisammen-sein anschloss.
Tag des Pferdes im Toggenburg 1959
Der Reitverein Alttoggenburg und Umgebung hat sich seiner moralischen Verpflichtung gemäss, den nationalen Tag des Pferdes mit einer bodenständiger Veranstaltung zu feiern, mit bravour erledigt. In kurzer Zeitungsnotiz hat er für den offiziellen Tag einer Demonstrations-fahrt eingeladen. Wegen schlechter Witterung wurde der Anlass um eine Woche verschoben. Bei wiederum zweifelhaftem Wetter haben sich nun am letzten Sonntag zahlreiche Berittene und mehrere Gespanne verschiedenster Art beim Bahnhof Lütisburg zusammen gefunden. Der stattliche Zug mit der toggenburgischen Standarte bewegte sich in ruhiger Gangart durch die Dörfer Bütschwil Ganterschwil und Lütisburg. Fast konnte man vermuten, dass auch unserem lieben Wettergott das Herz im Leibe lacht ob dem naturverbundenem Schauspiel,das jeden Pferdefreund freudig stimmen musste, wie da in unserem motorisierten Zeitalter, die Gefährte in einem frohen, idealistischen Fracht von begeistertem Jungvolk durch unsere heimatlichen Gefilde zog. Beim kurzen Halt in Ganterschwil entbot der Präsident des Reitvereins, Herr Viktor Schönenberger Kirchberg, freundlichen Willkomm an alle Teilnehmer und besonders verdankte er die flotte Mitwirkung des Jodelchors Bütschwil, der in einem bekränzten, doppel-spännigen Wagen im Umzug mitwirkte und dem bodenständigen Anlass eine besondere Note verlieh. Bei Musik und Gesang strebte die frohe Schar dem historischen Zentrum unseres Bezirkes, Lütisburg zu. An diesem Ort wo die Grafen vom Toggenburg wohl oft mutig fort-geritten, vielmals auch müde, Ross und Reiter abgekämpft, sich wieder ins Stammschloss zurückgefunden haben, hier stellten auf dem geräumigen Platz beim Restaurant Adler Reiter und Fahrer ihre vierbeinigen Freunde zur bekömmlichen Ruhe. Weil das junge Element kräftig vorherrschte, war alles in der gastlichen Stätte nicht nur zu Speis und Trank zugekehrt, sondern neben den in der bunten Tracht der Heimat gebotenen Vorträgen des Jodelchors denen auch gebürend der Applaus beschert war, kamen die Tanzlustigen nicht zu kurz. Die mitgefahrenen Musikanten brachten die fröhlichste Reiterstimmung auf, bis die Zeit wieder zur Heimkehr mahnte. Sicher sind sich die begeisterten Teilnehmer und viele Zuschauer bewusst, dass solche Aktionen, wenn sie auch im Kranz der vielen Tage und Wochen mit besonderem Anstrich und Slogan vorsichtig wiederholt werden sollen, doch sehr bedeutungsvoll sind. Wenn der Moloch Verkehr in der heutigen Zeit mehr Menschenleben kostet als manch früher Krieg, so ist die ehrliche Begeisterung für das Pferd, die Freude am naturverbundenen Wagengespann und die Liebe zu unserer edelsten Kreatur, etwas dass gepflegt werden darf, besonnders in Anbetracht der riesigen Beträge, die alljährlich für zivile und militärische Motorisierung und den Betrieb für Sonntags-und Werktagsvehikel über unsere Grenzen ins Ausland gehen. Aber nicht nur die alten Rösseler,nein, was den Berichterstatter besonders erwähnenswert erscheint, ist die eifrige Teilnahme der jungen Toggenburgergeneration. Sie sind die Träger der Kultur von Morgen. Sie müssen sich entscheiden, ob " nur Technik " oder Natur und aufgeschlossener Fortschritt das kommende Zeitbild erfüllen soll. Ich glaube, für die letztere Parole hat der Tag des Pferdes auch im Toggenburg wegweisend für die Zukunft gewirkt.
Gruss und Willkomm
zur Springkonkurrenz Bütschwil vom 25./26.Aug.1962
Am morgigen Samstag öffnet sich in festlicher Weise der mit viel Eifer und Hingabe bestens hergerichtete Springgarten zur Abwicklung der vom Reitverein Alttoggenburg und Umgebung vorzüglich organisierten traditionellen Springkonkurrenz. Freunde und Gäste, Herrenreiter und Amazonen, Dragoner und Unteroffiziere messen sich mit ihren treuen Pferden im hehren Wettstreit um die begehrten Siegerpreise. Ein wahres Reiterturnier erster Güte, das die Freunde dieses edlen Sports weit über unsere Talschaft hinaus begeistern wird und einen frischen Blutstrom in die Adern der zahlreichen Pferdesport-Enthusiasten zu jagen vermag. Für den Zuschauer ein Leckerbissen an Reiterkost. In acht verschiedenen Konkurrenzen starten mehr als 300 Pferde.Am Samstag stehen die Vertreter der Kategorien A und J im Parcour. Zufolge dem sehr grossen Meldeereignis mussten im Preis von der Thur und im Preise der Churfirsten der grosse Harst von über 100 Teilnehmern in zwei Abteilungen aufgeteilt werden. Trotz den gewaltigen Feldern dürften die mit Handycapen belegten Pferde, wie Maxim ( Herr A..Schawalder,Wil )," Cucuyo " (Herr Albert Grob,Albikon) und " Starlet "( Herr Th. Wickart, Einsiedeln) zu den engsten Favoriten zählen. Herr Viktor Schönenberger " Wiesand " ist nicht ausser acht zu lassen und wird bestimmt ein gutes Rennen liefern. Der Sonntag ist den Dragonern reserviert. Zum Auftakt messen sich die Konkurrenten der Kategorie D-1 im Preis vom Toggenburg mit dem letztmaligen Sieger Gfr. Leo Germann ( Engelburg ) sowie den Einheimischen Drag. H. Storchenegger ( Jonschwil ), Drag. Albert Kläger ( Mosnang,) und Drag. Walter Gähwiler ( Kirchberg). Der anschliessende Preis von der Yburg steht wiederum den Konkurrenten der Kategorie D-1 offen und dürfte eine sicher Beute der Wertung B-Spezialisten werden. Auf 11.00 Uhr satteln die Unteroffiziere ihre Pferde für den Preis vom Säntis, einem hartnäckigen Wettkampf zwischen den besten ostschweizerischen Pferden der Kategorie U-1,wie Omayada, Woldeck und der Kronfavoritin Visita. Am Sonntagnachmittag finden zwei Konkurrenzen der Kategorie D-II statt. Damit strebt die Veranstaltung ihrem Höhepunkt entgegen. In den Preisen von Bütschwil und von der Iddaburg sind lauter solche Pferde im Einsatz, die schon mehrmals in der Siegerliste standen. Wir tippen auf Erfolg von Kpl. Armin Kläger (Mosnang), der als Lokalmatador auf die bestmöglichste Unterstützung aller Zuschauer rechnen darf. Als Schlagerwettbewerb gilt das Dragonerchampionat, das der Ostschweizerische Kavallerieverein alljährlich zur Austragung bringt und für dieses Mal in verdankenswerter Weise dem Reitverein Alttoggenburg zur Durchführung übertragen hat. In dieser Konkurrenz können nur solche Pferde starten, die sich für diesen Dragonerfinal qualifizierten. Dem Gewinner winkt nebst dem schönen Preis, der begehrte Titel eines Championats-Siegers. Das allein bildet schon eine Zugnummer, im Teilnehmerfeld unterzukommen. Der Beweis liegt in den 42 Nennungen. Wir greifen nur einen Namen heraus: Drag. Hansueli Daepp,Wetzikon. Nicht nur in der Fachwelt, sondern bis in die vom Reitsport weit entfernten Volkskreisen hinaus gilt dieser Reiter ein Begriff. Viele weitere Dragoner stehen ihm nur um weniges nach. Darum ist für alle schon Grund genug, der Bütschwiler Springkonkurrenz die Reverenz zu erweisen. ( Start zum Championat um 14.30 Uhr) Nebst diesem vorzüglichen Reitfest haben Sie Gelegenheit, an einer reichdotierten Tombola Ihr Glück zu versuchen und eine gutgeführte Festwirtschaft sorgt für Ihren kulinarischen Genüssen. Nach Schluss der reitsportlichen Veranstaltung unterhält Sie die bestbekannte Tanzkappele J. Frei aus Ebnat- Kappel auf dem Festplatz. Der Reitverein Alttoggenburg und Umgebung entbietet Ihnen einen herzlichen Willkommgruss.
1963 konnte der Verein den Reitplatz im "Mühleli" unter dem Eisenbahnviadukt Bazenheid, von Ernst Wild pachten.
An der Hauptversammlung 1964 wurde die erste Frau in der Person von Margrit Schönenberger Bütschwil, in den Verein aufgenommen, welche sehrwahrscheinlich einen schweren Stand hatte in dieser Männerwelt.
Am 23./24.Okt.1965 wurde das OKV-Schiessen in Wattwil mit 647 Schützen durchgeführt.
Stefan Ammann Rest. Hirschen Gonzenbach stellte 1967 dem Reitverein ein Teil seiner Wiese, als Trainigsplatz zur Verfügung, welcher aber nicht lange bestand, weil Alfred Bischofberger Lütisburg, noch im selben Jahr, die Reithalle darauf baute, die von unserem Verein, Stundenweise gemietet wurde und immer noch wird. So war man gezwungen den Reitplatz das zweitemal ins Löchli, Bütschwil zu verlegen.
Was am 8.Mai 1949 in der Traube Brägg als "1.Reitertagung alter Kameraden entstand, nahm am 19.Februar 1967 im Toggenburgerhof Kirchberg seinen fortgang. Ueber 100 Personen haben sich zur "Reitertagung alter Dragoner " eingefunden.
Am Sonntagnachmittag versammelten sich die Mitglieder des Reitvereins Alttoggenburg und Umgebung ,um mit den Gründern und Ehemaligen die einst geschlossene Freundschaft wieder aufzufrischen. Der amtierende, initiative Präsident, Viktor Schönenberger, durfte an die 100 Personen im Saale des Toggenburgerhofes, Kirchberg, begrüssen. Speziellen Gruss galt dem Gründer- Präsidenten Hptm. Josef Rutz, Bütschwil, der es sich nicht nehmen liess, trotz körperlichen Beschwerden und hohem Alter von 85 Jahren, der Tagung beizuwohnen. Eine besondere Freude bereitete ihm, dass Oberstbrigadier Wagner, ehemaliger Schwadrons-kommandant der Gründer, der Einladung folgte. Aber auch allen Ehemaligen und Aktiven galt sein Willkommgruss, die den Weg nach Kirchberg zum Teil mit ihren Frauen nicht scheuten. Anton Gähwiler, Wil, löste ihn in der Begrüssung ab. Er gab einen kurzen Auszug über die Gründung des Vereins im Jahre 1921. Schon damals war der Zweck, die treuen Vierbeiner ausserdienstlich in Form zu halten, auf ihren Rücken die Mühsale des Alltags für einige Stunden zu vergessen, die im Dienst geschlossene Kameradschaft weiter zu pflegen. Leider hat der Herrgott schon etliche aus den Reihen abberufen. Zu deren Ehren wurde stehend, bei gesenkten Standarten, das Lied " Ich hat einen Kameraden " gesungen. Oberstbrigardier Wagner benutzte die Gelegenheit, um für die Einladung zu danken. Er bemerkte, dass in der heutigen Zeit, wo alles eilt, alles gehetzt wird, ausspannen Not tut. Wo kann man das besser, als mit dem lieben Pferd einige Stunden zu verbringen. Nicht umsonst heisst ein Sprichwort: "Das Paradies auf Erden liegt auf dem Rücken der Pferde." August Holenstein Bütschwil, dankt im Namen aller dem Vorstand für die Gestaltung der schönen Feier. Möge auch in kommenden Jahren, trotz zunehmender Motorisierung, die Treue zum Pferd erhalten bleiben. Möge aber auch im 1971 das 50 jährige Jubiläum uns alle wieder gesund beisammen finden. Anton Gähwiler durfte nun Josef Rutz und Oberstbrigadier Wagner ein Blumengebinde und zu Handen des Vereins den von den Gründern gestifteten schönen Kupferteller überreichen. Der zum Abschluss, von Musik, Fanfarenbläsern, Trommlern, Jodlern und Fahnenschwinger umrahmten Tagung, gespendete Zvieri sei auch an dieser Stelle nochmals herzlich verdankt. Möge auch in Zukunft dem Verein alles Gute beschieden sein.
Da 1969 Vereinsmitglied Aug.Holenstein die Landwirtschaft aufgab, stellte er dem Verein ein Stück Land im Aufeld zur Verfügung
1971 wurde dieses Land verkauft und der Besitzer wollte keine Pferde auf seinem Grundstück haben. So zog man ins Unterdorf, wo die politische Gemeinde Bütschwil, dem Reitverein bis 1983 einen Reitplatz verpachtete.
50 Jahre Reitverein Alttoggenburg und Umgebung
Jubiläumsspringen 1970 in Bütschwil
Der sonnenüberflutete Pferdesporttag stand ganz im Zeichen des Jubiläums. Das nebst des freudigen Jublilierens auch guter Sport, welcher hier in Bütschwil zur Tradition gehört, geboten wurde, ist selbstverständlich.
Der Präsident des Reitvereins, Viktor Schönenberger Kirchberg, läst sich zum Jubiläumsakt führen, wo er in einer Ansprache, "die 50 Jahre Vereinsbestehen" kurz und prägnant Revue passieren liess.
Der Jubiläumsumzug, angeführt von Trommlern und Trompetern, vermochten bei den Zuschauern reichlichen Applaus auszulösen. Die Gründungsmitglieder wurden in Landauern chauffiert.
Wie es sich gehört, nahmen die Dragoner mit ihrer Standarte wärend der Ansprache ihres Präsidenten in strammer Haltung Aufstellung gegen das Publikum.
Jubiläumsversammlung 1971 im Rest.Schäfle Müselbach
Aus dem Sitzungs-Protokoll vom 1.März 1971.
Der Präsident, Viktor Schönenberger, stellt sich folgende Gestaltung vor. Jubiläumsansprache, Film von Frau Bärlocher über Jubiläumsspringen und Veteranenritt, Film von Paul Weier über Olympiade Tokio und Mexiko und anschliessend wird ein z'Vieri-Teller offeriert.Für die Unterhaltung werden Sepp Gähwiler und Sepp Rüthemann angefragt. Die Saaldekoration werden wir selber ausführen. Es werden Behörde-Delegationen von den Gemeinden Kirchberg, Mosnang, Bütschwil und Lütisburg eingeladen. Ferner Vereinsdelegationen aus Uzwil, Flawil, Wil und Nieselberg.
Schwadronsmilitary vom 24.Okt. 1971
An der Delegiertenversammlung in Altstätten forderte Schw.Kdt.Hptm.von Salis den RV auf, das Schw. Military 1971 durchzuführen. Er versicherte, dass Waldkirch und Alttoggenburg im Schwadronsrayon noch die einzigen Vereine wären, die es noch nie durchgeführt hätten. Da Waldkirch gar kein Intresse zeigte, entschloss man sich das Military zu übernehmen. Als OK- Präsident wird Kläger Armin gewählt. Die Dressur wird in Bütschwil geritten, Trabstrecke Bütschwil-Mosnang und Cross Mosnang-Bütschwil. Reingewinn Military = 763.60 Fr.
Am 28./29.Okt. 1972 organisierte man einen Vereinsausflug nach Jnnsbruck-Kalternsee.
1973 Abschaffung der Kavallerie
Stellvertretend für alle berittenen Verbände der schweizerischen Armee hat das Dragoner-Regiment 1 im Spätherbst 1973, also knapp ein Jahr nach dem Entscheid der eidgenössischen Räte, in einem letzten Defilee Abschied genommen. Im Morgennebel des 4.November sam-melten sich die Angehörigen der sechs Schwadronen und drei Stäbe in den umliegenden Dörfern von Avenches. Als es langsam Tag wurde, ritten die Schwadronen sternförmig in Richtung Longs Prés, um die letzten Befehle ihres Regimentskomandanten entgegenzunehmen. Um 14.00 Uhr, die Sonne begann durch die Wolken zu brechen, marschierte die Spitze des Regiments, begleitet von der Bereitermusik, zum letzten Defilee auf. Ueber 40'000 Zuschauer aus allen Landesgegenden erwiesen an diesem Tag dem Regiment und damit der Kavallerie ihre Sympathie und Ehre.
Unser Verein führte am 25./26. Aug. 1973 noch das letzte OKV-Dragoner-Championat durch.
Im Frühling 1974 organisierte man ein Vereinsausflug ins Haupt- und Landesgestüt Marbach.
Ostschweizerisches Fahrchampionat mit Fahnenweihe vom 4./5. Sept 1976 in Bütschwil
Im Rahmen des Fahrchampionat konnte die Standarte des Ostschweizerischen-Fahr-Verein / OFV mit einer würdigen Feier eingeweiht werden
Gäste aus der Schweiz drei Tage bei Illertisser Reitern zu Gast.
In Illertissen waren die alten Vereinsstallungen und die von Hubert Vogt für die Gastpferde hergerichtet. Am Abend trafen sich alle Reiterfreunde erstmals zur Kontaktaufnahme im Schützenheim. Und wenn Reiter so kameradschaftlich beisammen sind, dann ist es nur zu natürlich, dass auch ein kleiner Wettstreit mit leistungsmässigen Anforderungen an Tiere und Reiter vereinbart wird. Am Samstag folgte denn auch eine Geländeprüfung auf der Hausstrecke
im Illergries, auf der 16 mittelschwere Hindernisse aufgebaut waren. Die Beteiligten konnten erfreut einen fast gleich hohen Ausbildungsstand bei Reitern und Pferden feststellen. Und kameradschaftlich wurden auch die Siege und Plätze untereinander aufgeteilt. Das Gewicht der ganzen Veranstaltung lag selbstverständlich auf der Pflege echter Geselligkeit, die internen Wettbewerbe wurden deshalb nicht mit dem sonstigen Turnierernst behandelt. Dennoch gab es hervorragende Leistungen und bei der Spannung erwarteten Auswertung des Geländeritts sogar zwei Siegermannschaften (die 32 Reiter waren in 18 Gruppen gestartet ). Gleichauf in der Idealzeit von 8.23 Minuten bei 0 Fehlern lag die Schweizer Mannschaft R. Keller auf "Gaucho" und P. Hollenstein auf "Farnier" mit den Schwestern Lydia und Sylvia Motz auf "Ferrari" und "Raki" .
Nachmittags folgte am Platz beim Reitstall Vogt in Jedesheim ein A-Springen mit Stechen,das Hansi Mayer auf Raymondo gewann. Im Staffetenspringen siegten die Schweizer Teilnehmer R.Keller und P.Hollenstein, knapp gefolgt von Hugo Enz und Markus Gloe, sowie Lydia Motz und Hedi Grambihler, die lange Zeit geführt hatten. Hervorragende Stimmung und ein volles Haus gab es am Abend beim Reiterball im Bräuhaus, zu dem die glänzend disponierte Kapelle " Hydras " munter aufspielte. Die Schweizer Kavalleristen wurden hierbei durch weitere zwanzig Schlachtenbummler verstärkt, die zu diesem Abend per Omnibus nachgereist waren. Die beiden älteren Gäste mit 84 und 82 Jahren hatten es sich nicht nehmen lassen, dem Treffen beizuwohnen, das durch den Besuch von Reiterkameraden aus Babenhausen, Bobingen, Erolzheim, Krumbach, Schwendi und Weissenhorn einen überraschend grossen Rahmen erhalten hatte. Selbstverständlich waren zahlreiche Freunde und Gönner des Illertisser Reitvereins mit von der Partie. Höhepunkt des Abends wurde die Ueberreichung gegenseitiger Geschenke. Der Präsident des Schweizer Vereins, Fredi Koller, überraschte Vorsitzenden Max Grambihler mit einem wunderbaren Bleiglasbild eines Pferdekopfes. Grambihler revanchierte sich mit einem schöngestalteten Wappen von Illertissen mit Widmung. Alle an den Reiterwettbewerben Beteiligten erhielten ausserdem eine Stallplakette, die graviert die Vorderseite der Standarte des heimischen Reitvereins mit dem Vöhlinschloss zeigt und dazu die Aufschrift " Freundschaftstreffen RV Illertissen / RV Alttoggenburg 24.-26.9.1976." Die Besucher schwangen einen langen Abend das Tanzbein, schunkelten und sangen. Die Schweizer Gäste stellten gleich einen ganzen Chor auf die Bühne. Ein Illertisser Reiterfräulein und ihr Galan liessen in selbstverfassten Reimen zur Melodie der "alten Rittersleut " die Siegestaten der heimischen Reiter beim grossen Turnier des Verbands nochmals humorvoll hochleben. Ganz Unentwegte konnte auch die lange Ballnacht nicht davon abhalten, am Sonntag morgen einen Ritt von den Stallungen bis zur Höhe Herrenstetten durchzuführen, und die Gäste erfüllten sich den Wunsch, mit der Standarte durch Illertissen zu reiten.
Deutsche Gäste auf Besuch in Bütschwil vom 10./11.Juni 1978
Nachdem vor zwei Jahren die Einladung dieser deutschen Reiter durch die wertvollen Beziehungen unseres Mitglieds Hr. Guido Oberdorfer WAP- Bütschwil, von Erfolg gekrönt war, haben rund 40 Gäste zum Teil beritten hier im Thurtal, Land und Leute kennengelernt. Wenn auch etwas sonnigeres Wetter über jenes Wochenende den Besuch etwas attraktiver gemacht hätte, so haben die Veranstaltungen unseres Reitvereins den Gästen doch sehr imponiert. Ein freundschaftliches Kräftemessen am Samstagnachmittag im Gelände, am Sonntagvormittag im Hindernisspringen und am Nachmittag gar in einem Fussballmatch ( doch noch Deutschland- Schweiz konfrontiert WM ?) haben den Rösselern aus dem Illertal viel Freude bereitet. In einem offiziellen Begrüssungsritt wurden die deutschen Reitkameraden ab Gemeindegrenze Bütschwil in die Stallungen bei der Brauerei geleitet. Ebenso offiziel war im Freihof Dreien der abendliche Gedankenaustausch unter Pferdefreunden von hüben und drüben. Urs Stillhart, wurden vom Vorstand der Gäste, Herrn Grambiller, Illertissen-Neu-Ulm in launiger Art erwiedert. Die Aufgabe, die nähere und weitere Region sowie das Entstehen unseres Reitvereins vorzustellen, oblag dem ehemaligen Präsidenten, August Holenstein. Bodenständige Musik und Alphornbläser boten der vereinten Reitergemeinde orginelle Folklore. Am Sonntagmittag konnte Bütschwil wie am Vortag nochmals die Berittenen mit den beiden Standarten nach dem Concours auf dem Sonnenplatz sehen, worauf nach einem währschaften Mittagessen im Stammlokal " Hirschen " Gonzenbach, der erwähnte Fussballmatch fast selbstverständlich zu Gunsten der Gäste ausfiel. ( In Illertissen werden engros die Lederbälle produziert, ein solcher wurde mit Widmung überreicht ). Mit bestem Dank für die vielen guten Eindrücke verabschiedeten sich die Pferdefreunde aus dem Bayerischen und gegenseitig wurde frohes Wiedersehen gewünscht.
Rangliste vom Hindernisspringen:
1. Enz Hugo und Koller Alfred. 3. Stillhart Urs, 4. Hollenstein Peter. 5. Gmür Fredy . 6. Hess Marianne. 7. Honegger Margrit. 8. Eisenring Ernst. /Eisenring Alex. /Unseld Rolf /Eigenmann Otto .13. Grob Monika. 13. Fäh Gottfried. 15. Grambiller Hedy und Stillhart Walter.
Grosser Erfolg für Bütschwiler Pferdesportler
Ihren bisher grössten Erfolg feierten 1979 die beiden Bütschwiler Walter und Urs Stillhart. In Laxenburg bei Wien gewannen sie das 1.Internationale Fahrturnier um den Alpen-Donaupokal und legten somit den Grundstein für den Schweizersieg im Nationenklassement. Das von sieben Nationen (alle Alpen-und Donauländer sind startberechtigt) beschickte Turnier für Zweispänner wurde am Freitag mit der Dressur und der Gespannskontrolle eröffnet. Mit ihrer sauber gefahrenen Dressur und der ebenso sorgfältigen Gespannsvorbereitung belegten das Bruderpaar nach dem ersten Tag überraschend den 2.Rang. Dem Geländefahren am Samstag sah man mit einiger Skepsis entgegen, hatte man doch noch nie eine solch schwere Prüfung gefahren. Mit gewohnter Ruhe begann man die Fahrt. Der Fahrer meisterte geschickt die vielen Klippen und sein Sekundant erfüllte seine Aufgabe ebenfalls bravorös. So lag man nach dem zweiten Tag fast sensationell im Rennen und ein allfälliger Gesamtsieg war in greifbare Nähe gerückt, zumal am Sonntag noch die Paradedisziplin der Stillharts, das Hindernissfahren, auf dem Programm stand. So wurde auch am Sonntag das Gefährt wieder auf Vordermann gebracht. An all diesen Tagen leistete "das Mädchen für alles", Hans Gerig, wertvolle Dienste an Gespann und Mannschaft. Im Hindernisfahren zeigten die beiden eine Superleistung. Ohne Fehler wurden auch die heissesten Klippen überwunden. Selbst das schwierige U und L wurde in bestechender Manier gemeistert. Da im Normalparcour auch noch ein italienisches und ungarisches Gespann ohne Fehler blieben, wurde ein Stechen notwendig. Während die beiden andern Paare der Nervenbelastung nicht ge-wachsen waren und Fehler über Fehler begingen, hielten Walter Stillharts Nerven stand. Mit einem weiteren Nuller verabschiedete er sich unter tosendem Beifall von den 4'000 Zuschauer.
Grosser Empfang für die Sieger von Laxenburg
Einen grossen "Bahnhof" bereitete die Bevölkerung von Bütschwil den beiden Triumphatoren des 1.Alpen-Donaupokals, Walter und Urs Stillhart. Zahlreiche Vereinsdelegationen geleiteten die beiden Sieger vom Hallenbad bis zum Primarschulplatz. Die zum Empfang aufspielende Musikgesellschaft, die beritten antretenden Mitglieder des Reitvereins Alttoggenburg und die drei Kutschen, die Sieger und Ehrengäste mitführten, verliehen dem Festzug einen besonderen Glanz. Die "Stückelbergers von Bütschwil", wie Gemeindeammann W. Stadler in seiner Festrede die Stillharts nannte, hätten einen Erfolg errungen, den man bei uns nicht alle Tage feiern könne und scherzend fügte er bei, dass die Anfangsbuchstaben des Geschlechtsnamens, St, wie Stillhart/Stückelberger, halt für eine gewisse Qualität bürgten. Nicht ganz so einfach erklärte sich Max Forster, Präsident der Ostschweiz. Fahrsportvereinigung das Erfolgsgeheimmnis. Viel zu diesem Erfolg beigetragen habe die Ruhe, mit der Walter Stillhart auch die schwersten Hindernisse und Klippen angehe. Im weiteren gab er den Zuhörern noch einen Einblick in die bei uns doch noch recht junge Sportart und schilderte kurz den Turnierverlauf. Den Reigen der Redner beendete Alfred Koller, Ex-Präsident des Reitvereins Alttoggenburg. Er würdigte die Verdienste der Brüder Stillhart, die sich um das Ansehen des Vereins stets hervorgetan haben. Nach diesen Aus-führungen beschloss die Musikgesellschaft den offiziellen Anlass mit einem weiteren Marsch aus ihrem reichhaltigen Repertoir. Da sich in der Kehle eine ungesunde Trockenzone bemerkbar machte, hätte es sich gesundheitsschädigend auf gewisse Organe auswirken können, wäre man nicht mit einem Schlummertrunk der Gefahr entgegengetreten. So fand ein schöner Empfang bei Gesang und Trunk aus einem der zahlreichen Pokale mit einem dreifachen "Hoch soll'n sie leben" seinen feuchtfröhlichen Ausklang.
1980 beteiligte sich der RV am Sternritt nach Frauenfeld, zum 125 jährigen OKV-Jubiläum.
1980 musste die Vereinmeisterschaft zwischen RV Flawil und RV Alttoggenburg wegen eines Wintereinbruchs nach dem ersten Umgang abgebrochen werden.
Ebenfalls eine feuchtfröhliche Angelegenheit war die Springkonkurrenz 1981. Wobei man nicht besonders überrascht war, denn seit 1972 hat es an Springkonkurrenzen durchwegs geregnet. Dabei aber nie eine abgesagt werden musste.
Reitverein Altoggenburg vom 12.-13. Juni 1982 auf Reisen
Trotz zweifelhafter Witterung besammelten sich an verschiedenen Toggenburger Bahnstationen die Reiselustigen des Reitvereins Alttoggenburg. Mit Takt und Verspätung brachte uns die SBB über Wil, Zürich nach Luzern. Nach einigen Wolkenbrüchen zeigte sich das Wetter in der Innerschweiz nur von der besten Seite.
Ein Ausflug eines Reitvereins ohne Pferde ist kaum vorstellbar. So erwartete uns auch schon die erste Ueberraschung. Ein Besuch auf dem Rennstall " Perlenhof ". Wir wurden vom erfolgreichsten Trainer der letzten Jahre, Herr Fritz Rindlisbacher herzlich begrüsst. Er zeigte uns mit Stolz den neuerbauten Rennstall und führte bekannte Rennpferde vor. War das eine Augenweide für uns. Auf einigen Hektaren, um-geben von Wald, liegt in einer verträumten Landschaft der Perlenhof. Dazu gehört eine Aschenbahn,Reithalle,Stallungen und Koppeln. Wer nicht dabei war, der kann kaum glauben, dass es in der Schweiz so etwas schönes gibt.
Pünktlich um 18.00 Uhr erwartete uns ein Privatschiff, dass uns am Bürgerstock vorbei nach Beckenried brachte. Dabei fanden wir Gelegenheit bei einem Apero die Kameradschaft zu pflegen. Unser Stimmungsmacher Fredi Koller war bemüht, die Lieder wieder auf den neusten Stand zu bringen.
Wer die Umgebung von Beckenried kennt, der weiss, dass sich auf 1600 Meter über Meer ein schöner Aussichtspunkt befindet. Mit der Luftseilbahn erreichen wir die Klewenalp. Nach dem Zimmerbezug durften wir uns am wunderschönen Panorama erfreuen, denn die Sicht reichte bis weit in die Nachbarkantone.
Doch langsam knurrte der Magen. Als zweite Ueberraschung präsen-tierten uns die Hotelköche ein Bauernbüffet. Von der Suppe zum Salat, Aufschnitt, Suppenfleisch, Speck und Schinken, Kartoffel-auflauf,Gemüse,Fruchtsalat bis zum Kuchen, soweit das Auge reichte. Wir wussten fast nicht, wo anfangen und wo und wann aufhören.
Auch die Geselligkeit war gross geschrieben. Es erklangen fröh-liche Lieder und die schönen Erinnerungen des vergangenen Tages wurden ausgetauscht. Ein wunderschöner Tag ging zu Ende.
Am folgenden Tag war Petrus nicht mehr gut gesinnt. Der Himmel war mit grauen Wolken beladen und es schneite schwere Flocken. So entschlossen wir uns das Programm dem Wetter anzupassen und verzichteten auf die Höhenwanderung. Die Seilbahn brachte uns nach Beckenried. Wir bestiegen ein Kursschiff, dessen Fahrt uns vorbei am neu renovierten Haus an der Treib nach Brunnen führte. Nach einer ausgiebigen Mittagspause bestiegen wir einen Car, mit dem wir über den Ricken zurück ins Toggenburg gelangten.
Die Organisatoren, Hans Elmiger und Urs Stillhart, hatten sich zum Ziel gesetzt,die Vereinsmitglieder, Ehepartner und Freundinnen land-schaftlich und kulinarisch zu ver-wöhnen, was Ihnen ausgezeichnet gelungen war.
Wenn wir auf unsere ausgezeichnet organisierte Vereinsreise zurückblicken, so dürfen wir sagen, was haben wir für eine schöne, freie Schweiz, in der wir so etwas Wunderbares erleben durften.
Guido Koller, 1982
Reitplatz "Thurrank" Lütisburg
An der Ausserordenlicher Hauptversammlung vom 19.Mai 1983 wurde dem Kauf des Reitplatzes
" Thurrank " Lütisburg für 65'000.-Fr. zugestimmt, was dann auch am 17.Juni 1983 in die Tat um-gesetzt wurde. Als Platzchef amtet heute noch Leo Lehnherr.
23.Juli 1986 Bau eines Walls und Trakehnergrabens
Dank bester Vorarbeit des Uebungsleiters Roman Storchenegger und der SAK (Göpf Fäh) konnte sehr spetitiv mit den Arbeiten begonnen werden. Am Montag zuvor wurden die nötigen Löcher gebohrt und die Schwellen einbetoniert. Auch der Graben konnte grösstenteils mit der SAK-Bohrmaschiene ausgehoben werden. Am Mittwoch wurden dann unter zahlreicher Mit-gliederbeteiligung und bei strahlendem Sommerwetter die Stangen gesetzt und verbunden. Das Befüllen des Wall's mit Kiesgemisch erledigte Armin Kläger mit dem Lastwagen. Im kleinen Rahmen wurden diese Arbeiten am selben Abend unter der Holzbrücke bei Bier und Grill-würsten gefeiert und begossen. Durch diesen Einsatz aller Helfer konnte unser Uebungsplatz mit zwei anspruchsvollen Hindernissen bereichert werden.
1987 bauten die Vereinsmitglieder in Fronarbeit und unter der versierten Leitung von Albert Brägger für 15'000.-Fr. ein Sandviereck auf dem oberen Teil des Platzes, welches sich heute noch bestens bewährt.
1983 konnte bei schönstem Wetter die Springkonkurrenz abgehalten werden. Zur Austragung kam der OKV-Cup.
Vom 4.-6. Mai 1984 fand das 3.Freundschaftsteffen der Reitvereine Illertissen und Alttoggenburg in Illertissen statt.
Zur Vereinsmeisterschaft 1984 zwischen RV Flawil und Alttoggenburg sind erstmals die Vereinsmitglieder des RV Uzwil eingeladen.
Walter Stillhart wird im thurgauischen Homburg Vizeschweizermeister der Zweispännerfahrer.
Bei strahlendem Sonnenschein und guter Zuschauerkulisse organisierte der RV
das OFV-Fahrturnier 1984.
Ende Mai 1986 besuchten uns unsere Reiterfreunde aus Illertissen zum 4.Freundschaftstreffen. Leider liess uns das Wetter im Stich, umso gemütlicher wurde das spätere Beisammensein.
Anfangs Oktober 1986 konnte unser Verein in Zusammenarbeit mit der Reitsportgruppe Wattwil ein Freundschaftsspringen, verbunden mit dem 20er Dragonerspringen durchführen.
1985 beschliesst man eine Vereinsnachricht herauszugeben, bei welcher die Aktiv- und Passiv-mitglieder all Vierteljährlich über das Vereinsgeschehen informiert werden. Das Heftchen wird finanziell von div. Sponsoren getragen, die uns das ganze Jahr hindurch unterstützen.
Dies sind: Ammann Stephan und Ottilia Rest. Hirschen Gonzenbach, Bärlocher Remy Rest. Brauerei Bütschwil, Elektro Sanitär Ganterschwil, Felber Roland Gipsergeschäft Wattwil, Gerig Monika Coiffuresalon Mosnang, Grämiger Walter Autoreisen Bütschwil, Heberlein CO Grafics Wattwil, Hess Felix Papeterie Ganterschwil, Hollenstein Albert Spenglerei Mosnang, Gebr. Hollenstein Zimmerei Dietfurt, Landi Ganterschwil-Lütisburg, Raiffeisenbank Bütschwil, Rüegg Bernhard Garage Ganterschwil, Scherrer Adrian Holzbau Bütschwil, Schweizer Ernst Arty-Stallplaketten Herisau, Spar und Leihkasse Kirchberg, Spirig Hans Pferdesport St.Gallen, Stark Hans Molkerei Bütschwil, Staub Paul Malerei Ganterschwil, Stillhart Urs Feldgarage Bütschwil, Stillhart Walter Fahrschule Bütschwil, Sunshine Computer Hauck Ralph Mogelsberg, Sutter Armin Delta Plan Wattwil, Vettiger Ruedi "de Rösseler" Immobilien und Treuhand Wil, Walz R. Rest. St.Loreto Lichtensteig und Ziegler Alois Spenglerei Bütschwil.
Es sind bis zum heutigen Zeitpunkt 43 Exemplare erschienen, die von div.Vereinsmitgliedern (Annelise Felber, Franz Bärlocher, Gerig Hans, Gmür Beat,Christina Metzger,Petra Von Känel) in den vergangen Jahren gestaltet wurden.
Die Springkonkurrenz 1987 in Bütschwil brachte guten Sport.
An der diesjährigen Springkonkurrenz in Bütschwil fanden 13 Prüfungen statt. Schon am Freitagnachmittag konnte man auf dem schön hergerichteten Springplatz beim Soor zwei intressante Konkurrenzen verfolgen. Am Samstag folgte dann ein weiteres halbes Dutzend Prüfungen und am Sonntag wurden nebst den je zwei Springen der Kat. RIII und M auch der OKV-Vereins-Cup ausgetragen. Und wenn man schon von der Springkonkurrenz in Bütschwil redet, dann kommt man automatisch auf das Wetter zu sprechen, weil die Veranstalter meistens das Pech haben, dass es an ihren Grossanlass regnet. Diesmal schien alles anders zu laufen. Am Freitag herrschte wunderbares Herbstwetter mit wolkenlosem Himmel und auch am Samstag machte der Wettermacher keine Anstalten, auf Regen umzustellen. Doch am Sonntag war es wieder so weit. Petrus kann es einfach nicht lassen, den rührigen Veranstalter des Reitvereins Alttoggenburg auch noch einige Regenspritzer zu senden. Wenn eine dosierte Portion vom nassen Element dem sehr trockenen Boden auch gut getan hätte, so wäre man doch froh gewe-sen, wenn am Sonntagnachmittag die Schleusen wieder geschlossen worden wären. doch an diesem Verdikt kann man nichts ändern und man musste sich mit den Verhältnissen abfin-den,die präsentiert wurden. Die Organisatoren liessen sich wegen dieses Handycaps nicht aus der Ruhe bringen. Sie hatten ja Erfahrung in dieser Sache. Sie meisterten die anfallenden Pro-bleme und verhalfen der Veranstaltung zu einem grossen Erfolg. Positiv hervorzuheben ist der schöne Springgarten der mit viel Liebe und Hingabe hergerichtet wurde und ein eigentliches Bijou darstellte. Auch die gestellten Hindernisse waren fair und mit wenig Tücken ausgestattet, so dass viele gute bis sehr gute Resultate erzielt wurden. Augenfällig war, wie viele Amazonen diesen schönen Sport ausüben und wie sie sich gegen die grosse Uebermacht der Herrenreiter behauptet haben. OK-Präsident Urs Stillhart zeigte sich dann auch erfreut über den erfolgreich-en Verlauf der Veranstaltung, welche sich ehrenvoll an die früheren Auflagen anschliessen wird. Gratulation und Dank geht an die verschiedenen Reiterinnen und Reiter aus unserer Region, welche sich in den vordersten Positionen platzieren konnten. Wir denken da besonders an den OK-Präsidenten Urs Stillhart, der nebst seiner grossen administrativen Aufgaben auch noch Zeit fand, in den Sattel zu steigen und auf einen preisberechtigten Rang zu reiten. Dann fehlen natürlich Namen wie Bruno, Kurt und Alfred Bischofberger, Anton Schönenberger, Josef Metzger, Hugo Büsser, Cornelia Hersche, Roman Storchenegger, Hansruedi Rüdlinger, Anton Spitzli, Ernst Peter Aerne, Willi Rufer, Vreni Keller, Doris Gerig, Germaine Grob, Leo Lehn-herr und Gebhard Sennhauser auf den vordersten Plätzen der einzelnen Ranglisten nicht. Eine besondere Zugkraft löste die abschliessende Konkurrenz aus, die als Qualifikationsprüfung aus-geschrieben war. Die Spitzenplätze belegten; 1. RV Nieselberg, 2. RC Wil, 3. RV Sulgen. Der Reitverein Alttoggenburg konnte seinen Heimvorteil nicht ausnützen und wurde unter ferner klassiert.
Zweitagesritt des RV Alttoggenburg vom 14./15. Mai 1988
Bei strahlend schönen Wetter besammmelten sich die muntere und erwartungsvolle Reiterschar unseres Vereins beim Fliegerschuppen auf der Allmend in Frauenfeld. Durch die grosse Teil-nehmerzahl (20 Berittene und 4 Unberittene) bekundeten unsere Mitglieder ihr reges Intresse an solch einem Ritt. Während eines kühlen Glases Weissen orientierte Urs Haidorfer, unser Vor-reiter, kurz über die Route, Sitten und Gebräuche. Um 10.30 Uhr nahmen wir die 1.Etappe via Allmend-Frauenfeld-Häuslen unter die Hufe. Nach dem Mittagessen im Schloss Burg, einem wunderschönen Aussichtspunkt, gings weiter über Feld und Wald nach Wiesendangen. Im Restaurant Storchen fand eine kurze Rast statt, bei einem von Huldreich Kurz spendierten Um-trunk. Der nächste Halt war in der romantischen Eichmühle, Hettlingen. Im Rest. Bahnhof in Henggart war das Nachtquartier für die Pferde vorbereitet. Nach vorbildlicher Pferdepflege von allen (dies darf auch erwähnt werden) durften sich die Vierbeiner an ihrem wohlverdienten Znacht gütlich tun und sich für den kommenden Tag ausruhen, was ihren Besitzern noch vorbehalten blieb. Auf der Fahrt zu unserem Nachtquartier wurde uns wieder mal klar, wie nah zusammen Glück und Pech liegen. Während der eine Transporter, vollgeladen mit Zweibeinern, unbehelligt nach Henggart fuhr, wurde der andere geschnappt. Laut Polizeibericht führte er 6 Personen, dafür kein Pferd mit! Es waren aber deren sieben, denn dem "kleinen Walter" Schönenberger gelang es, sich unter den Heuballen vor den Augen des Gesetzes zu verstecken und er durfte die Fahrt fortsetzen. Alle anderen mussten das Rest. Sonne per pedes ansteuern. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen und uns erfrischt hatten, bekamen wir ein reichhaltiges Nachtessen. Frisch gestärkt wanderten an einem ganz harmlos aussehenden Bächlein wieder Richtung Eichmühle, wo nach dem Motto "Jubel, Trubel, Heiterkeit und viel Gesang" der Tag, resp. der Morgen, beschlossen wurde. Warum das Bächlein dann einigen zum verhängnisvollen Bach wurde, bleibt der Fantasie überlassen. Mehr oder weniger munter, aber trotzdem guter Laune, trafen wir uns wieder zum Morgenessen, welches vorsorglich von unserem Urs eine Stunde später angesagt wurde. Anschliessend wurden die Pferde für den Rückweg vorbereitet und gesattelt. An einem wunderschönen, idyllisch gelegenen Picknickplatz, auf Höhe Feldi, Altikon, trafen wir uns wieder bei Wurst und Trank zu einer von allen gerne verlängerten Mittagspause. Den allerbesten Dank möchten wir dem Besitzer Herrn Kurt Hofmann aus- sprechen, dass er uns diesen einmaligen Platz unentgeldlich zur Verfügung stellte und sogar noch das Dessert spentierte. Die letzte kleine Rast, nach 3km galoppieren, war beim Rest. Engel in Uesslingen, bevor die letzte Etappe Richtung Allmend in Angriff genommen wurde. Um ca. 16.00 Uhr trafen wieder alle etwas müde, aber mehr oder weniger wohlbehalten beim Fliegerschuppen ein. Die Begeisterung aller Teilnehmer bei der Ankunft hat gezeigt, dass dieser Zweitagesritt auf das vorzüglichste organisiert worden war und wohl für jedermann zu einem Erlebnis wurde, an welches sich sicher jeder gerne erinnert. Im Namen des Vereines den herzlichsten Dank an unseren Organisator, Walter Stillhart, sowie an Urs Haidorfer, welcher uns die Schön-heit der Landschaft von Frauenfeld - Winterthur und Umgebung so eindrucksvoll zeigen konnte. Ob es wohl ein Wiedersehen im nächsten Jahr gibt?
Annelise Felber
Reitverein Alttoggenburg 1989 zum 5. Freundschaftsbesuch in Bayern
Ueber das vergangene Wochenende folgten über zwanzig Mitglieder des Reitvereins Alttoggen-burg einer Einladung des Reit- und Fahrvereins Illertissen. Vor fast genau dreizehn Jahren fuhren erstmals Alttoggenburger Reiter in die schwäbische Kleinstadt zwischen Memmingen und Ulm, damals auf Initiative der Familie Oberdorfer, den Besitzern der WAP AG, Bütschwil. Seither hat sich ein freundschaftliches Verhältnis zwischen den Vereinen aufgebaut und der RV Alttoggenburg durfte schon dreimal Gastrecht geniessen, während die Bayern schon zweimal zum Gegenbesuch ins Thurtal kamen. Bereits am Freitag morgen wurden 15 der 19 Pferde, die uns ins Tal der Iller begleiten sollten, auf einen Lastenzug von Albert Grob verladen, wollten wir doch noch vor Mittag die Zollformalitäten erledigt haben. Reibungslos wurde unser Konvoi von sechs Privatwagen mit Pferdetransporter und dem obenerwähnten Laster abgefertigt. Erster Höhepunkt unserer Reise war dann die Ueberfahrt von Konstanz nach Meersburg. Es war schon ein tolles Gefühl mit unseren Vierbeinern auf hoher See und erst noch die halbe Fähre für uns zu haben. Weiter gings über Biberach bis wir so gegen vier Uhr endlich unser Ziel erreicht hatten. In Jedesheim, dem ländlichen Stadtteil Illertissens, wurden wir bereits von Vereins-präsident Dieter Bäuerle und vom Bürgermeister und einigen Vereinsmitgliedern erwartet. Dass der herzliche Willkomm in der Ansprache des Bürgermeisters keine leere Floskel war, durften wir dann während dreier herrlicher Tage erleben. Die Herzlichkeit mit der wir von unseren Gastgebern aufgenommen wurden, ist unbeschreiblich und unvergesslich. Nach einem kurzen Begrüssungsapèro mit Wurst und Sekt (Weissbier gab's später zur Genüge) kamen wir dann erstmals in den Genuss dieses herrlichen Reitgeländes. Nach kurzer Schrittphase übernahm Baron Dieter von Mahlsen-Ponikau (kurz Baron) auf der Galoppstrecke das Kommando und dann gings in zügigem, baronschem Tempo nach Dattenhausen zu einem Bügelschoppen. Noch bevor sich seine Hoheit von uns verabschiedete, lud er uns zu einer Schlossbesichtigung auf den nächsten Abend ein. In ebenso zackigem Galopp führte uns danach der Schmied des Dorfes in die Quartiere der Pferde zurück. Beim Abendessen, das Prädikat Galadiner, ist nicht übertrie-ben, herrschte eine tolle Stimmung vor. Die, die zum erstenmal dabei waren, schwärmten bereits vom tollen Gelände in höchsten Tönen, die andern freuten sich, das eine oder andere bekannte Gesicht wiederzusehen. So verging die Zeit im Flug und bereits mahnten uns die frühen Morgenstunden, dass ja heute sportliche Höchstleistungen von uns erwartet wurden. Um zehn Uhr bereits wurde zum traditionellen Freundschaftsspringen gestartet, wo wir uns trotz kurzer Nachtruhe recht gut verkauften. Beim nachmittäglichen Orientierungsritt konnten wir in Vierergruppen nochmals die herrlichen Reitwege richtig geniessen und kilometerweit die Pferde durch die weite Ebene galoppieren lassen, etwas das wir in unseren Breitengraden kaum jemals können. Mit einem wiederum sehr schmackhaften Abendessen, Unterhaltung und Tanz bis weit über Mitternacht ging auch der zweite Besuchstag viel zu schnell vorbei. Beim morgendlichen Ausritt vom Sonntag kam bei uns so etwas wie Wehmut auf, war dies doch bereits das letzte Mal, wo wir diese herrliche Reitgegend erfahren durften. Doch zu lange durften wir uns auf diesem Ritt nicht aufhalten lassen, denn noch stand das Weisswurstessen auf dem Programm und was ein echter Bayer ist, der isst seine Weisswurst noch vor den Mittagsglocken. Dazu eine Bretzel und wer nicht fahren musste, der konnte auch das dazugehörende Weissbier noch geniessen. Dann gings schon bald ans Abschiednehmen. Die Pferde waren sehr schnell wieder auf den Transportern und ein letztes gemeinsames Reiterlied auf den Treppen des Restaurants Löwen in Jedesheim brachte uns kurz nach Mittag wieder auf den Heimweg. Es war ein tolles Wochenende mit vielen Höhepunkten. Jedem, der dies Reise mitmachen durfte, wird es als bleibendes Erlebnis in Erinnerung bleiben.
Internationale Reiterjagd auf Schloss Osterberg / D
Aus 14 Nationen waren dieses Mal, mehr denn je, Reiter und Zuschauer mit Lastern, Jeeps und Rolls Royce gekommen, um das einmalige Flair der Osterberger Herbstjagd zu erleben. Es ist das Verdienst von Baron Dieter von Malsen-Ponickau und seiner Frau, der italienischen Prinzessin Fiorenza Colonna, ihre vielfachen Beziehungen dahingehend zu nutzen, dass neben dem jagdlichen Ereignis als solchem, das immer im Vordergrund steht, hier kavalleristische Kameradschaft zwischen den zivilen Jagdreitern und eben auch den militärischen Traditions-regimentern gepflegt wird. . Die Faszination von Osterberg, die Reiterinnen und Reiter aus der gesamten Bundesrepublik sowie fast allen europäischen Ländern anreisen liess, liegt in der unvergleichlichen, festlichen und kultivierten Art des sportlichen Ereignisses, womit Osterberg einmal mehr zu einem Mekka der Schleppjagd-Reiter wurde. Bei strahlenstem Hebstwetter, im Hintergrund die bezaubernde Kulisse des mittelalterlichen Schlosses, fand das Stelldichein dieser multicoloren Jagdreiter-Gesellschaft im Park statt. Parforcebläser aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland bliesen im Echo zum Auftakt der Jagd. Rallye Foret Noir, Graf Baptiste de Malleray, Frankreich, Francois Landolt, Lausanne, Rallye Würtemberg und nicht zuletzt der mehrfache Weltmeister im Parforce-Einzelblasen, Hubert Coispel, Paris, gaben diesem Rendezvous de Chasse einen unvergleichlichen traditionellen Rahmen. 15 Schwarz-pulverschützen erboten einen dreifachen Militärsalut den Offizieren und Mannschaften der Armeen, begleitet von einem ebenfalls dreifachen 'Vivat Husar' sämtlicher Reiter. Es ist das Verdienst der Osterberger Veranstaltung, alles zu versuchen, die stets willkommenen Zuschauer aus ästhetischen Gründen, aber auch aus Rücksicht auf die Natur, soweit wie möglich, auf Pferdewagen zu transportieren. Oberst Graf d' Herouville, Generalstab französischer Truppe Deutschland, wurde die Jagdherrenschaft übertragen. Aus dem Schlosshof heraus, vorbei an den vielen Zuschauern, über klobig gebaute Hindernisse im Park, begann eine imposante Jagd hinter der Meute der Tricolore Hounds des SHC ( Süddeutscher Hunting Club ) unter Führung des allgemein bekannten Master of Hounds, Paul Koffler. Die Jagd verlief über ca. 25 km Wald- und Wiesenstrecke mit 45 angebotenen, davon 15 nicht zu umreitenden Hindernissen. Loderndes Feuer, Gardehusaren und Parforcebläser erwarteten die bei anbrechender Dunkelheit in den Schlosshof eingaloppierenden, leicht erschöpften, aber glücklichen Reiter zu Halali und Curee. Mit dem Eichenbrunch aus der Hand von Prinzessin Fiorenza fand eine aussergewönd-lich faszinierende Reitjagd ihr Ende.
Zu einer wahren Symphonie von Freundschaft und Fröhlichkeit aller Beteiligten wurde danach der Festabend in der mit viel Liebe ausgeschmückten Dorfhalle Osterberg. Die Deviese des 3. Französischen Panzeraufklärungsregiments:' Esterhazy -Houzards-II en vaut plus d' un', Er ist mehr wert als einer', beherrscht als Gross-Emblem den festlichen Raum. Zu den vielen Parforce-bläser und Gardefanfaren kamen noch aus reiner Freundschaft zu Baron von Malsen- Ponickau die Trachtenblaskapelle seines Patronatsdorfes Ruderatshofen Allgäu und der mittelalterlich gekleidete Fanfarenzug Aitrach Württemberg in den Farben Rot Weiss der Familie Malsen-Ponickau. Die Reiter und Besucher aller 14 Nationen wurden vom Gastgeber einander vorge-stellt, die Generäle und Kommandeure der Regimenter der Armeen besonders geehrt. Höhe-punkt des Abends war das feierliche Abspielen der französischen, bayrischen und deutschen Nationalhymnen. Abgerundet wurde das Wochen-ende durch eine Hubertusmesse am Sonntag in der barocken Kirche des Ortes. Sämtliche Parforcebläser umrahmten die relegiöse Zere-monie. Ihr folgten ein Standkonzert der Gardefanfare der Esterhazy-Husaren auf dem Kirchen-platz mit besonderer Ehrung des örtlichen Vorstandes des Krieger-und Veteranvereins.
Eindrucksvolle Worte der Erinnerung und Freundschaft fand dieser für die Soldaten der an-wesenden Armeen und erinnerte in herzbewegender Weise an die Zeit, so dieselben sich noch als Feinde gegenüberstanden. Knackige Nachjagd, viele 'Vivat Husar', Horrido und Tay aut setzten ihr letztes Signal unter die Jagdreiter-,Kavalleristen-und Soldaten-Kameradschaft, die sich an dieser denkwürdigen Wochenende 1989 in Osterberg einmal mehr gefestigt hat.
Mir war es gegönnt mit meinem Reiterkamerad Hans Selg Jedesheim diese letzte grosse Jagd auf Schloss Osterberg mitzuerleben. Der Autor dieses Beitrages (Manfred Chrobok) ist uns Alttoggenburgern bestens bekannt, führte er doch die Ausritte wärend unseres letzten Illertissen-Besuches meistens an.
Gründungsmitglied Josef Holenstein, Schwendi, feierte den 90. Geburtstag
Am Mittwoch, 3.Mai 1989, durfte Josef Holenstein bei bester Gesundheit seinen 90.Geburtstag feiern. Im Namen der Behörde überbrachte ihm Gemeindeammann Thomas Würth die besten Glückwünsche. Bereits am Dienstag gratulierte die Musikgesellschaft mit einem rassigen Ständchen, ehe sich am Mitt-wochabend der Männerchor Dietfurt-Ganter-schwil sowie rund 30 Mitglieder des Reit-vereins Alttoggenburg unter die Gratulanten reihten. Der amtierende Präsident, Urs Stillhart, würdigte all die Verdienste des geschätzten Gründungsmitgliedes und liess ihm durch das Ehrenmitglied Ernst Steiner einen guten Tropfen überreichen. Zusammen mit den drei Ehrenmitgliedern Emil Eigen-mann, Ernst Steiner, August Holenstein und Enkelin Luzia Ruegg wurde die Kutsche von Armin Schönenberger bestiegen, ehe die rund 30 ReiterInnen hoch zu Ross den Geburtstag-tross in Richtung Bütschwil-Altgonzenbach anführten. Bei einem Schlummerbecher im Gründungs-und Stammlokal des Reitvereins Alttoggenburg (Rest. Hirschen Gonzenbach) wurde mit dem Geburtstagskind angestossen, man wünschte ihm allseits Glück, Gesundheit und Gottes Segen für die Zukunft.
Das Wattwiler Dorforiginal, Hufschmied Lorenz Schönenberger feierte den 75.Geburtstag
1989 durfte das Wattwiler Dorforiginal, bei geistiger und körperlicher Frische seinen 75. Geburtstag feiern. Noch alle Tage stand er hinter dem Amboss, schmiedete dort die Huf-eisen zurecht und nagelte diese anschliessend auf die Pferdehufe auf. In "Rösseler-Kreisen" war Lorenz Schönenberger als versierter Huf-schmied und Pferdekenner geschätzt und beliebt. Er meinte denn auch:" Mit einem Pferd muss man wie mit einem Menschen umgehen, lieb, aufrichtig und zuvorkommend." Fast nie verging in Wattwil und Umgebung ein Vereins-springen, ohne das er in allerletzter Minute die Hufe der Pferde kontrollierte und wenn nötig, ein losgelöstes Hufeisen in aller Eile und mit Fachkenntnis aufnagelte.
Springkonkurrenz Bütschwil 1989
Trotz teilweise heftiger Regenfälle während der sonntäglichen Hauptprüfungen darf der RV Alttoggenburg mit dem Verlauf der diesjährigen Springkonkurrenz zufrieden sein. Nicht zuletzt deshalb, weil sich Pferde und Reiter auf die schlechter werdenden Bodenverhältnisse gut einzustellen vermochten, verliefen die wenigen Stürze glimpflich ab. Zu den grossen Siegern des Wochenendes zählte neben Alois Fuchs, Urs Fäh, Sandra Hengartner und Heinz Wellen-zohn der Sieger der OKV-Meisterschaft für CH-Pferde, Alois Lienberger. Dem Reitverein Alttoggenburg war es vorbehalten, erstmals die OKV- Meisterschaft für Schweizer Pferde durchzuführen. Diese von den Pferdezuchtgenossenschaften finanziert Prüfung soll in Zukunft zu einem festen Bestandteil des Concourskalenders werden und der Zucht des Schweizer Pferdes zu einem weiteren Aufschwung verhelfen. In Bütschwil jedenfalls vermochten die Inlandpferde vollauf zu überzeugen. Dem Spreitenbacher Albert Liemberger wurden allenfalls Aussenseiterchancen eingeräumt, wenn man nach den Favoriten fragte. Doch nach dem ersten Umgang wurden seine Siegeschancen mit dem elfjährigen Gitos schon grösser eingestuft, schafften neben ihm doch nur noch Ruedi Hottinger mit Gamphora und Cabana und Andrea Humbel auf Iko Polo eine Blankorunde. Als einziger Reiter gelang Albert Liemberger auch im zweiten Umgang eine Nullrunde wowegen Ruedi Hottinger ein resp. zwei Abwürfe zu beklagen hatte und Andrea Humbel im Einsprung zur Dreierkombination gar stürzte. So konnte der Spreitenbacher bei typischem Bütschwiler Concourswetter den Siegerpreis vor den beiden Bronschhofern Hans Steinmann und Ruedi Hottiger entgegennehmen. Die beiden L II- Prüfun-gen konten am Freitag bei schönstem Sommerwetter ausgetragen werden. Hauptattraktion war sicher der Brocemedaillengewinner von Rotterdam, Thomas Fuchs, doch die Sieggelder nahmen zwei andere Stilisten entgegen. Erst entschied Alois Fuchs mit Ambose ein Springen nach Wertung A für sich, dann verhinderte Urs Fäh mit Raisa einen neuerlichen Triumpf des Wängeners. Nicht ganz unerwartet entschied Vereinspräsident Urs Stillhart mit Caramba das Vereinsspringen vom Freitagabend für sich, war er doch in den letzten Wochen überaus erfolgreich. Die Konkurrenzen vom Samstag, ganz im Zeichen der letzten Qualifikationschance zum Concours-Trophy Final in Bilten, zeigten fast durchwegs Amazonen an der Spitze des Klassements. Einzig der Gossauer Konrad Schiess auf Roxaline konnte in die dominierende Phanlanx des schwachen Geschlechts einbrechen. Ueberaus erfolgreich war vor allem Sandra Hengartner, welche je eine R I und R II-Prüfung für sich entscheiden konnte. Von guter Qualität war aber nicht nur der sportliche Teil der Bütschwiler Veranstaltung. Im Samstagabendprogramm bewiesen die Ganterschwiler Musikanten und das Plauschchörli Ganterschwil, dass die Ankündigung eines tollen Unterhaltungsabends keine blosse Schaumschlägerei war. Die beiden Vereine vermochten das Publikum in die richtige Stimmung für den anschliessenden Tanz mit dem Indigo-Sextett zu versetzen. Mit dem dritten Platz in der letzten Qualifikationsprüfung (Roman Storchenegger, Josef Metzger, Andre und Germaine Grob) für den OKV-Vereinscup sicherten sich die Alttoggenburger Reiter auch einen Startplatz beim Finale vom 1.Oktober in Wädenswil. Die in Davos so erfolgreichen Reiter Walter und Urs Stillhart, Armin Giger und Hansruedi Rüdlinger werden mit ihren Vierbeinern und durch Josef Metzger kompletiert versuchen, eine bessere Klassierung als vor Jahresfrist zu erreichen.
Der Reitverein Alttogenburg im Jahre 1990
Wie die meisten Reitvereine legt auch der RV Alttoggenburg nebst der reiterlichen Aktivität grosses Gewicht auf die Geselligkeit und Kameradschaft. So begann unser Vereinsjahr mit einem Kegelabend im Landhaus Bazenheid, letztmals bei unserem Vereinsmitglied Peter Hollenstein. Der Wirt selbst legte dann Zeugnis seines Könnens in diesen beiden Sparten der Freizeitbeschäftigung ab. Er dominierte das Kegeln eindrücklich und ein zweiter Rang im Jassen brachte ihm den unangefochtenen Tages- resp. Nachtsieg.
Ein Skitag in Davos wurde auf das Datum des Pferdeschlittenturniers festgelegt um unserem Armin Schönenberger die nötige akustische Unterstützung zukommen zu lassen. Aber anstatt dass ihn die Anwesenheit von solch vielen Vereinsmitgliedern zu einer Sonderleistung stim-ulierte, liess er sich zweimal vom hohen Bock in den pflutschigen Nasschnee fallen, was die wenigen Spötter in unserem Verein dann auch prompt ausnützten.
Zum Abschluss unserer Winterarbeit stand Ende März die kombinierte Schlussprüfung auf dem Programm. Erst gab das neu zu reitende Dressurprogramm zu reden, denn manch einem wollte nicht in den Kopf, dass etwas das bald zwanzig Jahre gut gewesen war jetzt auf einmal durch ein neues, anspruchvolleres Dressurprogramm ersetzt werden sollte. Doch als dann die Pferde (vor allem!) und Reiter das Problem mit Bravour lösten, war auch diese Diskusion Schnee von gestern. Im übrigen zählte die Schlussprüfung als erste Oualifikation zu einem von Josef Metzger ins Leben gerufenen Vereinscup mit Pferdewechsel.
Nach diversen Vereinsritten und Springtrainings stand im Juni der Vereinscup mit den Reitclubs aus Flawil und Uzwil auf dem Programm. Dieser traditionelle Vereinswettkampf wurde auf unserem Springplatz ausgetragen und wie könnte es auch anders sein, von uns dominiert, obwohl wir den Parcours nicht, wie böse Zungen früher gerne behaupteten, zwei Monate früher aufgestellt hatten.
Zum Höhepunkt des ersten Vereinshalbjahres sollte aber unsere Vereinsreise ins Zillertal werden. Sie wurde es auch, wie man noch heute aus den Gesprächen darüber heraushört. Nicht nur der nächtliche Streifzug durch Mayerhof, nein auch der Besuch des Haflingergestüts in Ebbs war sehr lehrreich. (Dass sich eine Woche später die von uns befahrene Inntalautobahn-brücke senkte, hatte nichts mit dem Promillegehalt unseres Autocars zu tun, wie dies öster-reichische Boulevardblätter behaupteten.)
Einen weiteren traditionellen Anlass mit den Vereinen Bissegg, Hinterthurgau, Nieselberg, Uzwil und Wil hatten wir am Bettagsamstag zu organisieren, den Dreikampf. Nicht einfach, sich mit einem falsch gesteuerten Dreirad durch einen Slalomparcours zu Recht zu finden. Dass uns die Bissegger ganz knapp schlugen, hatte auf das Ergebnis der Festwirtschaft keinen grossen Einfluss, den auch Ehrenplätze machen ganz schön durstig.
Das Wochenende vom 22./23. September stand dann ganz im Zeichen des erstmals durchgeführten internen Vereinscups mit Pferdewechsel. Nach der letzten Qualifika-tionsprüfung vom Samstag, einer kombinierten Prüfung, standen die vier Finalisten fest, die da waren: Urs und Walter Stillhart, Gebhard Sennhauser und Gregor Holenstein. Leitgedanke zu dieser Prüfung war, unsere Vereinsmitglieder durch die Qualifikation mit zwei kombinierten Prüfungen vermehrt auf unser prächtiges Sandviereck zu locken, um öfters mal mit seinem Vierbeiner seriös zu arbeiten. Gewonnen wurde die Prüfung übrigens von Gebhard Sennhauser, der nur mit Adamo einem Fehler machte, vor Gregor Holenstein und den diesmal viel zu nervösen Stillhart-Brothers. Fuchsjagd und Schlussritt waren die letzten Höhepunkte im Vereinsjahr.
" WM in Lütisburg "
Die zündende Idee von einer Qualifikation und Final mit Pferdewechsel im WM-Stil, kam von Josef Metzger. Qualifizieren für das Finale können sich die Paare welche aus der kombinierten Schlussprüfung in der Reithalle, dem Vereinsspringen und der kombinierten Prüfung auf uns-erem Springplatz die wenigsten Rangpunkte mitbringen. Grundgedanke zu diesem Cup war, das Dressurreiten auch wärend der Sommermonate zu fördern, steht doch ein tolles Sandviereck zur Verfügung.
Eine Idee ist in die Tat umgesetzt worden. Mir bleibt nur den allerbesten Dank im Namen des Vereins an den Initiator Josef Metzger, Jonschwil, auszusprechen. Das ist eine gute Sache!!!
1990 1. Rang Gebhard Sennhauser Bazenheid Que Sera
2. Rang Gregor Hollenstein Mogelsberg Havanna
3. Rang Walter Stillhart Bütschwil Adamo
4. Rang Urs Stillhart Bütschwil Caramba
Erfolgreichstes Pferd Adamo
1991 1. Rang Urs Stillhart Bütschwil Caramba
2. Rang Walter Stillhart Bütschwil Adamo
3. Rang Josef Metzger Jonschwil Golden Way
4. Rang Fredy Gmür Mosnang Larissa
Erfolgreichstes Pferd Caramba
1992 1. Rang Walter Stillhart Bütschwil Adamo
2. Rang Josef Metzger Jonschwil Golden Way
3. Rang Albert Brägger Bazenheid Ragusa
4. Rang Willi Raimann Lichtensteig Lucky
Erfolgreichstes Pferd Ragusa
1993 1. Rang Urs Stillhart Bütschwil Amadeo
2. Rang Roman Storchenegger Jonschwil Hill House
3. Rang Walter Stillhart Bütschwil Adamo
4. Rang Josef Metzger Jonschwil Golden Way
Erfolgreichstes Pferd Adamo
1994 1. Rang Albert Brägger Bazenheid Ragusa
2. Rang Josef Metzger Jonschwil Golden Way
3. Rang Walter Stillhart Bütschwil Adamo
4. Rang Roman Storchenegger Jonschwil Hill House
Erfolgreichstes Pferd Hill House
1995 1. Rang Urs Stillhart Bütschwil Caramba
2. Rang Geri Holenstein Ganterschwil Sorry
3. Rang Josef Metzger Jonschwil Golden Way
4. Rang Roman Storchenegger Jonschwil Hill House
Erfolgreichstes Pferd Hill House
OKV-Delegiertenversammlung vom 8./9. Dezember 1990 in Bütschwil
Zum Höhepunkt des vergangenen Vereinsjahres wurde zweifellos die OKV-Delegierten-versammlung, welche unser Verein in den von der Gemeind Bütschwil zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten des Primarschulhauses durchführen konnte. Dass diese Versammlung auch in den Medien grosse Beachtung fand, zeigte die grosse Anzahl vertretener Jornalisten und der Umfang der Berichterstattung. So finden wir in den beiden Lokalblättern grössere Berichte auf den Frontseiten und auch in den Fachzeitschriften wie Kavallerist oder Ostschweizer Pferd kam dem von unserem Verein organisierten Grossanlass grosse Beachtung bei. Auf den folgenden Seiten möchte ich ein paar Stellen dieser Blätter zitieren, die uns den Anlass nochmals Revue passieren lassen,ohne die damalige Hektik. So überschrieb der Alttoggenburger seinen Bericht: "Der RV Alttoggenburg beherbergte die OKV-Familie." Auf der folgenden Seite einige Passagen aus diesem Bericht. Das vergangene Wochenende stand in Bütschwil ganz im Zeichen der Pferdesportfreunde, führte doch der Verband Ostschweizer Kavallerie-und Reitvereine ( OKV ) dem 133 Vereine mit über 20'000 Mitgliedern angeschlossen sind, in der Primarschulturnhalle am Samstag die Datenkonferenz und am Sonntag die 135. OKV-Delegiertenversammlung durch. Für die tadellose Organisation dieses Grossanlasses zeichneten die Mitglieder des vor 70 Jahren gegründeten Reitvereins Alttoggenburg und Umgebung mit Präsident Urs Stillhart an der Spitze, verantwortlich. Man überliess nichts dem Zufall, damit sich die Delegierten und Pferdesportfreunde im Toggenburg heimisch fühlten. Im Vordergrund der Tagung stand, nebst der Genehmigung der verschiedenen Ressort-Rückblicke und der Jahresrechnung, die Wahl des neuen OKV-Präsidenten. Nach sechsjähriger Präsidialzeit stellte Urs Schiendorfer, Zürich, sein Amt zur Verfügung. In der Person von Arnold Hürlimann, Freudwil ZH, konnte ein würdiger Nachfolger gefunden werden.
Die Neue Toggenburger Zeitung hob nebst den statutarischen Geschäften der Delegierten-versammlung die gut gelungene Abendunterhaltung hervor. Es ist Tradition, dass unter der Reiterschar bei Datenkonferenzen und Delegiertenversammlungen, aber auch bei andern Anlässen, Kameradschaft und Gemütlichkeit gepflegt wird. In Bezug auf beides wollte der organisierende Reitverein Alttoggenburg und Umgebung, mit Urs Stillhart an der Spitze, keinem Verein nachstehen.
Bei musikalischen Einlagen durch die Musikgesellschaft Bütschwil, bei turnerischen Darbietungen der Damenriege STV Bütschwil und bei wirbligen Demonstrationen auf dem Kunstrad haben sich die Gäste des OKV in Bütschwil gut unterhalten. Das Unterhaltungsprogramm mitgestaltet haben auch die Mädchenriege Mosnang, das Plausch-chörli Ganterschwil, die Jazztanzguppe Mosnang, de Gletscherbuur vo Mosnang und zwei Boogie-Woogie-Spezialisten, die Piano Twins aus Zürich. Kontakte wurden auch bei Tanz-und Unterhaltungsmusik mit dem Mosland-Quintett angebahnt oder vertieft.
Sehr gut frequentiert war auch die im Untergeschoss eingerichtete Bar. Dass die Uhrzeiger dabei beinahe in Vergessenheit geraten sind, wird den Pferdesportfreunden wohl niemand verargen. Aus dem Veranstaltungskalender des OKV wurde vor allem die Springkonkurrenz Bütschwil vom 23.-25. August 1991 hervorgehoben. Mit Genugtuung wird festgestellt, dass auch hier der Reitverein Alttoggenburg mit OKV-Veranstaltungen berücksichtigt wurde, nähmlich mit OKV-Ponyprüfungen und mit der letzten Qualifikation zum OKV-Vereinscup. Abschliessend wurde im mehr als eine Zeitungsseite grossen Bericht die Organisation dieses Anlasses gewürdigt. Die Delegierten des OKV sowie die an der Delegiertenversammlung anwesenden Gäste werden die Bütschwiler Tagung in guter Errinnerung behalten. Nebst einer tadellosen Organisation waren auch die begleitenden Arbeiten in besten Händen. Die schöne Dekoration des Versammlungsraums ist ebebso aufgefallen wie die freundliche Bedienung. In Bezug auf die Verpflegung, von Markus Güntensberger und Peter Hollenstein zubereitet, darf ein weiteres Kompliment ausgesprochen werden. Der Reitverein Alttoggenburg hat ganze Arbeit geleistet und verdient auch an dieser Stelle einen aufrichtigen Dank. Auch die Fach-presse brachte unserem Anlass grösste Aufmerksamkeit entgegen. So berichteten Kavallerist und Ostschweizer Pferd ausführlich. Dabei legten sie besondere Aufmerksamkeit auf die Sachgeschäfte, aber auch die gute Arbeit des organsierenden Vereins blieb nicht verborgen. So schrieb das Ostschweizer Pferd in einem Kästchen. Die Prognose, wonach der Reitverein Alttogenburg keine Mühe scheuen würde, die 135. OKV-Delegiertenversammlung in Bütschwil zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen, hat sich als richtig erwiesen. Es war ein feines Fest mit allem Drum und Dran. Das Unterhaltungsprogramm am Samstagabden nach der Datenkonferenz begeisterte jedermann. Die Damenriege, das Plauschchörli, de Gletscherbuur, Petra Storchenegger und Reto Gmür mit dem Kunstrad ( beides Kinder Alttoggenburger Vereinsmitglieder), die beiden Pianisten, alle setzten sie sich voll und mit grossem Erfolg dafür ein, den Delegierten und Gästen ein paar frohe Stunden zu bieten.
Glanzleistungen vollbrachten auch die im Service beschäftigten Mitglieder des RV Alttoggenburg und ihren Frauen sowie Küchenchef Markus Güntensberger, der mit seinen Künsten Bewunderung auslöste. Dass es in Bütschwil nicht jede Menge Hotelzimmer gibt, ist klar. Ein perfekt organisierter Busdienst sorgte aber dafür, dass auch jene Delegierten, die weiter weg Logis gefunden hatten, wohlbehalten heimkamen, sofern sie dies überhaupt wünschten. Es soll allerdings auch solche gegeben haben, die den Bus gar nicht brauchten. All diese Berichte in den Fach- und Lokalzeitungen zeigen deutlich, dass nicht nur wir selbst diesen Anlass so sehr positiv sahen. Es war ein gelungenes Fest von A bis Z, jeder Einzelne setzte sich im ihm zugewiesenen Ressort ein und wir hatten das Glück, dass den Tüchtigen ja sprichwörtlich zusteht. Die OKV-Delegiertenversammlung 1990 war nicht nur finanziell ein Erfolg, sie war auch beste Reklame für unseren Reitverein Alttoggenburg.
Ski- und Schlittelfahrt 1991 in Bergün
Ueber 70 Vereinsangehörige und deren Familienmitglieder fanden sich am Sonntag, dem 27. Januar kurz nach 6.00 Uhr an den drei Besammlungsorten in Bazenheid, Ganterschwil und Bütschwil ein, um an unserem gemeinsamen Ski- und Schlitteltag teilzunehmen. Zum Teil noch halb schlafend, zum Teil gerade dem fasnächtlichen Treiben entsprungen war's eine bunte Schar, die in den beiden Cars der Firma Holenstein Richtung Bündnerland fuhr.Via Ricken gings erst zu einem Frühstückshalt ins Heidiland. Nach knapp einer Stunde gings mit vollen Bäuchen weiter über Chur, Tiefenkastel, Filisur nach Bergün. So gegen 10.00 Uhr standen wir bei besten äusseren Bedingungen bereits auf unseren Skiern oder liessen uns mit der Bahn zum Start der Schlittelbahn nach Preda fahren. Das Schlitteln nicht ungefährlich ist, mussten einige Reiseteilnehmer aufs schmerzlichste erfahren. Auf der vereisten Schlittelbahn gabs gar manchen Crash oder Sturz, so dass einige Piloten den Betrieb bereits nach der ersten Fahrt wieder einstellten, nicht ganz freiwillig, liess doch ein schmerzender Fuss oder blaue Flecken am Gesäss keine weiteren Fahrten mehr zu. Für die Skifahrer herrschten fast ideale Bedingungen. Ein strahlend blauer Himmel, gute Pistenverhältnisse und eine Beiz in der Nähe, was will man mehr? So verging auch hier die Zeit viel zu schnell. Gegen vier Uhr besammelten wir uns beim Car. Für die Rückreise war ein Nachtessenstop bei unserer Margit, im Rest. Hirschen Weite, vorgesehen, was für einige Vereinsmitglieder bei jedem Skitag zum Höhepunkt der Ausflüge wird. Ein schmackhaftes Nachtessen, ein guter Tropfen dazu und zu guter Letzt ein von der Hirschen-Wirtin ( Miggi Hanselmann ) offerierter Kaffee mit Schuss setzten dem Tag das Tüpfchen aufs i.
Springkonkurrenz Bütschwil 1991
Wolkenverhangen und regnerisch präsentierte sich der Freitagmorgen, als wir noch mit den letzten Vorbereitungsarbeiten zur diesjährigen Springkonkurrenz beschäftigt waren. Aber im Gegensatz zu vergangenen Jahren machten wir uns deswegen keine grossen Sorgen, schon gar nicht liessen wir uns graue Haare wachsen, denn erstens war der Wetterbericht für die beiden folgenden Tage ausserordentlich gut und zweitens war dieser leichte Nieselregen für den total ausgetrockneten Boden noch ein Geschenk. Gegen Mittag wichen dann auch die Wolken und die anfangs nur zaghaft hervorgetretene Sonne vermochte immer mehr Wärme abzugeben. Ja, bis zum Vereinsspringen wurde es gar durstig! Uebrigens sollte der freitägliche Morgenregen bis zum sonntäglichen Ausklang der letzte "himmlische Erguss" bleiben. Kaum zu glauben, für eine Bütschwiler Springkonkurrenz. Sportlich liefs ganz rund! Dies sicher ein Verdienst des auch in diesem Jahr wieder umsichtigen Organisationskomitees mit OK-Präsident Urs Stillhart und Vereinspräsident Walter Schönenberger an der Spitze. Sie waren dann auch im Vereins-springen ganz vorne rangiert, wie es sich für zwei so eminent wichtige Funktionäre gehört. Urs Stillhart konnte zudem noch eine R II-Prüfung für sich entscheiden und er war massgeblich an der Qualifikation der Vereinsequipe zum OKV-Finale beteiligt.
Mit grosser Erwartung sah man der 4. Qualifikationsprüfung des Sektor Ost des OKV-Cups am Sonntagnachmittag entgegen. Die Ausgangslage war spannend. Nach drei von vier Prüfungen lagen die Alttoggenburger Reiter auf dem letzten finalberechtigten Platz, mit vier Punkten Vorsprung auf den RV Waldkirch. Die Entscheidung musste in Bütschwil fallen. Der RV Alttoggenburg mit Fredy Gmür Mosnang auf Larissa, Walter Stillhart Bütschwil auf Adamo, Josef Metzger Jonschwil auf Golden Way und Urs Stillhart Bütschwil auf Caramba verbuch-ten nur vier Fehlerpunkte, so dass es für den vierten Schlussrang reichte. (Obwohl der RV Waldkirch, der RV an der Thur und der RV Alttoggenburg punktgleich waren, konnten die Alttoggenburger ebenfalls an den Final des OKV-Cups nach Dielsdorf fahren.) Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Obwohl wir seid Jahren an den Samstagabenden über einige freie Sitzplätze im Festzelt verfügen, kommt es doch gelegentlich zu Drängeleien. Dies weniger auf der Tanzbühne (obwohl auch dort ab und zu beobachtet),vielmehr herrscht an der Bar ein hektisches doch gemütliches Treiben, bis in die frühen Morgenstunden. So konnte die Festwirtschaft trotz relativer Leere des Festzelts beim samstäglichen Unterhaltungsprogramm (immerhin mit den Raider-Cats), gute Umsatzzahlen melden.
Skitag 1992 in Davos
Wie bereits in den letzten beiden Jahren stand auch in diesem Jahr ein Skitag auf dem Pro-gramm des RV Alttoggenburg. Morgens 6.00 Uhr! Bei winterlicher Temperatur wurden all die Winterausrüstungen in den Car von Walter Grämiger gepackt. Jeder suchte sich im vorgeheizten Automobil einen gemütlichen Platz aus. Obwohl doch einige bekannte Gesichter fehlten, konnte unser Präsident Walter Schönenberger dreissig Anwesende zählen. Nach einem kurzen Halt bei der Bäckerei Kahler wurde unsere kleine Reise so richtig gestartet.
Ueber den Ricken gings auf der Autobahn von Schänis nach Landquart und von dort durchs Prättigau nach Davos. Den heissen Kaffee und das frische Weggli zwischendurch liess sich am frühen Morgen keiner entgehen. Einige erlebten eine recht unterhaltsame Fahrt auf der doch Walter Nagel von der Ramsau selbst einen Franz Bärlocher oder Walter Stillhart kaum zu Wort kommen liess. Die beiden mögens überleben und so gegen acht Uhr erreichten wir auch schon den bekannten Wintersportort.
Nun konnte jeder seinen Intressen nachgehen. Sei dies auf den Skipisten des Parsenn-gebiets oder beim traditionellen Schlittenfahrturnier im Dorf. Wenn auch der vereins-eigene Favorit nicht am Start war (er konzentriert sich ganz auf die weniger sturzintensive grüne Saison ), gab es Anlass genug für interessanten Meinungsaustausch und Erzäh-lungen. Für die Skifahrer eröffnete sich das Paradies, je näher sie dem Weissfluhjoch kamen. Super Schneeverhältnisse und ein strahlend, blauer Himmel luden uns ein, die weissen Hänge hinunter zu fahren. Obwohl die Sonne am Nachmittag allmählich ihr strahlendes Gesicht hinter den Wolken verbarg, liess sich am Wetter nichts aussetzen. Schon bald musste man leider an die letzte Abfahrt nach Küblis denken.
Zum letzten Treffpunkt wurde dadurch die Schwendihütte, die man auch kaum verpassen konnte, hörte man doch schon weit oben den majestätischen Klang alttoggenburgschen Gesangs. Wir stärkten uns dann ebenfalls auf der bald viel zu klein gewordenen Terrasse, bevor wir die Abfahrt auf der engen, steilen und teilweise vereisten Piste in Angriff nahmen. Dieses letzte Teilstück fuhr doch etlichen Teilnehmern so in die Knochen, dass sie froh waren, heil auf dem Carparkplatz angekommen zu sein. Beim vorgeplanten Halt im Rest. Hirschen in der Weite wurden mit einem üppigen Essen und einem feinen Tropfen all die verbrauchten Kalorien ersetzt. Auch durften natürlich die allseits geschätzten Lieder nicht fehlen. Müde und abgespannt liessen wir uns von unserem Fahrer Rolf Gähwiler, über Wildhaus heimwärts chauffieren und kamen so um ca. 20.30 Uhr in Bütschwil an.Manch einer wird diesen Tag in schöner Erinnerung behalten, in der Hoffnung, das nächste Jahr wieder dabei zu sein.
Doris Gerig
Illertisser Reiter vertiefen Freundschaft mit Bütschwil
Ein Artikel aus der Illertisser-Zeitung vom Samstag, 30.Mai 1992 Nummer 124
Lange Tradition hat das freundschaftliche Verhältnis des Reitvereins Illertissen zum Schweizer Reitverein Alttoggenburg in Bütschwil, Kanton St. Gallen. Selbst Insider vermögen fast nicht zu glauben, dass es schon 16 Jahre her ist, dass sich die Vereine zum ersten Male trafen. Zu dieser Freundschaft hat die Familie Oberdorfer in Bellenberg viel beigetragen. Zehn Reiter mit ihren Pferden und Begleitern rüsteten sich für die Fahrt nach Bütschwil in die Schweiz. Erste Station war der Fährhafen in Meersburg, wo es mit den Transportern nach Konstanz ging. An der Grenzstation in Kreuzlingen waren die Formalitäten des Grenzübertritts schnell erledigt, dank der guten Vorarbeit von Josef Kurz, der die erforderlichen Zollpapiere beschafft hatte. Im Zielort Bütschwil waren auf dem schön gelegenen Hof der Reiterfamilie Jakob Meier für die Pferde Unterstellplätze vorbereitet, die Illertisser Manschaft wurde von Vorsitzendem Walter Schönenberger und Mitgliedern des Alttoggenburger Verein bei einem Begrüssungstrunk willkommen geheissen. Dann stand ein gemeinsamer Ausritt mit den Schweizer Reitern auf dem Programm. 24 Reiter nahmen daran teil. Die mitgereisten Schlachtenbummler aus Illertissen und die Schweizer Freunde ohne Pferd wurden mit zwei Kutschen gefahren. Höhepunkt des Rittes war der Einritt in die Thur, einem Gebirgsfluss mit starker Strömung. Nicht für alle war das problemlos: Ein Reiter ging samt Pferd baden. Ein zünftiger Abend auf dem Meier-Hof bildete den Abschluss des ersten Tages. Die Damen aus Bütschwil hatten ein kaltes Büffet hergerichtet. Humorige Verse und zünftige Musik sorgten für Stimmung. Für den nächsten Tag war ein Patroullienritt angesagt. Jeweils ein Schweizer und ein deutscher Reiter bildeten eine Manschaft, die auf zirka 20 Kilometer langen Strecke, verschiedene Aufgaben zu bewältigen hatte, unter anderem war Schiessen auf drei Ziele angesagt, eine 2000 Meter Trabstrecke musste in genauer Zeit durchritten werden, und die Durchquerung des Flusses Necker stand auf dem Programm. Ein Stafettenspringen bildete den Abschluss des aktiven Teils, beim Festabend gab es für die Teilnehmer Schleifen und Plaketten. Im Vordergrund stand das kameradschaftliche Miteinander, das sich bessere Kennenlernen und die gemeinsam erlebten Stunden. Harald Oberdorfer, der Repräsentant der Firma WAP in Bütschwil, begrüsste die Gäste. Zum Abschluss stand ein gemeinsamer Ausritt auf dem Programm, der zu einem Höhenrestaurant zum Frühstück mit echtem Appenzeller Käse führte. In seinen Abschieds-worten drückte Vorsitzender Dieter Bäurle den Dank der Illertisser an alle Bütschwiler Reiter aus. Die Schwaben freuen sich bereits auf das Wiedersehen mit den Schweizern in Illertissen.
Zweitagesritt nach Stammheim vom 30./31.Mai 1992
Was lange währt wird endlich gut oder gut organisiert ist schon halb durchgeführt, könnte man dieses Ereignis auch überschreiben. Den beiden Organisatoren Sepp Metzger und Albert Brägger konnte man jedenfalls nicht vorwerfen, sie hätten etwas dem Zufall überlassen, so gut klappte alles. Danke! Zwanzig Reiter nahmen am Samstagmorgen bei der Meyerhans- Mühle in Weinfelden den Ritt durch die Thurgauer Wein- ,Gemüse- und Kornanbaugegend in Angriff. Doch zuvor wurde uns von der Familie Streule aus Rothenhausen noch ein Apero aufgetischt. Dies war wohl als Dank, dass wir Rita, die uns auf dem ersten Abschnitt nach Pfyn führte, auch ganz gut schauen würden, zu verstehen. Dass bei der Hochdruckwetterlage, die über dieses Wochenende herrschte, kein allzugrosser Feuchtigkeitsverlust aufkam, wurde in Wiegoltingen ein erster "Auftankhalt" eingelegt. In zügigem Trab gings dann zum Mittagshalt nach Pfyn, wo uns im Ochsen Riesenblätzlis zu Pommes-frites serviert wurden. Nach einem "Verdauerli" führte uns Norbert Rietmann und seine Begleiterin weiter gegen Stammheim. Nur noch ein kurzer Verpflegungsstop wurde uns gegönnt, dafür hatten wir dann genügend Zeit, in Stammheim die Pferde gut gepflegt und versorgt in Ihren Nachtlager zu bringen. Für Aufregung sorgte Glengowrie-Crest aus dem Stall Koller, musste doch ein Tierarzt seinen Ausfluss aus der Nase stoppen. Nachdem die Pferde in Ihren Unterkünften den ruhigeren Teil des Tages bereits genossen, nahm mit dem Gang in unsere Nachtquatiere auch für uns der Tag eine Wende zum Gemütlichsten. Zum Nachtessen besammelten wir uns alle im Adler in Unterstammheim, wo nebst dem Genuss des Essens und Trinkens der Gesang mit Begleitung vor Urbans Handorgel nicht zu kurz kam. Noch hallen in meinen Ohren die siebentausend Rinder. Am Sonntagmorgen führte uns Albert Brägger dann souverän von Stammheim nach Gütig-hausen an der Thur. Hier sollten wir uns noch etwas stärken, denn jetzt war dann Galopp angesagt. Zuerst aber musste auch noch überschüssige Energie abgebaut werden, vor allem bei Hans Ruedi, der sich für ein offeriertes Getränk auf sehr unkonventionelle Art bedankte, dann bei unseres Präsidenten Pferd, das sich auf dieselbe Art auf die Strasse begab und schliesslich bei Köbi, dessen Nase untrüglicher Beweis seiner verwegenen Tat war. Nach herrlichen Galoppaden erreichten wir hinter der Frauenfelder Allmend unser toll eingerichtetes Mittags-rastplätzli. Unter der Regie von Ex-Wirt Peter wurde uns ein vortreffliches Mahl serviert. Fast schade, dass man diesen Ort schon nach zwei Stunden wieder verlassen mussten, aber es standen noch einige Reitkilometer vor uns und von Westen hatte sich auch ein Gewitter angekündigt. Einen letzten Trunk liess man sich aber trotz der angekündigten feuchten Gefahr nicht ausreden, zumal die Brücke in Amlikon ein schwer zu umreitender Rösselertreff ist. Müde waren wir alle, als wir in Weinfelden ankamen, aber zum Glück noch trocken. Erst auf der Fahrt nach Hause öffneten sich die Himmelsschleusen und brachten den für die Thurgauer Felder so sehr ersehnten Regen.
Ein feiner Vereinsanlass war's dieser Zweitagesritt.
Franz Bärlocher
OKV-Fahrchampionat vom 17.-19. Juli 1992
Nicht nur das Wetter zeigte sich am OKV-Championat von der schönsten Seite, sondern auch die Gespanne glänzten in ihrer Eleganz und Schönheit. Das Teilnehmerinteresse am Fahrturnier war so enorm, dass die erste Prüfung bereits am Freitagnachmittag ausgetragen werden musste. Von den kleinen Shettland-Ponis über die edlen Araberpferde bis hin zu den märchen-haften Friesen waren in Bütschwil beinahe alle Pferderassen am Wagen zu bestaunen. Der RV Alttoggenburg und Umgebung ist einer der wenigen Vereine, die nicht nur Springprüfungen, sondern gelegendlich auch Fahrturniere organisieren. Nach acht Jahren Unterbruch war Bütschwil wieder Veranstaltungsort für das traditionelle OKV-Championat der Gespannfahrer. Am Freitag und Samstag waren die Pony- und Nachwuchsfahrer mit ihren Ein- und Zweispänner am Start. Die Gespanne waren mit grossem Aufwand auf die Fahrprüfungen vorbereitet worden, immer mit dem Ziel, bei den Richtern nicht nur durch die Fahrleistung, sondern auch durch die Eleganz und Schönheit zu brillieren. Der Wagen, das Geschirr und nicht zuletzt auch das Pferd mussten glänzen, auch wenn später in der Fahrprüfung die Figuren eckig statt rund, die Uebergänge ruppig statt fliessend und das Pferd einen müden statt frischen Eindruck hinterliess. Die Prüfungen im Rahmen des SVP-Pony-Cups sind wegen ihrer Attraktivität heute bei vielen Turnierveranstaltern beliebt. Das Niveau und die Beteiligung sind im zweiten Jahr stark angestiegen. Die Vielfalt der angespannten Ponyrassen ist enorm und die Fahrer und Fahrerinnen reisen von Genf bis Maienfeld an, um am Pony-Cups teilzunehmen. Weniger familieär, dafür wesendlich verbissener verliefen die eigentlichen OKV-Prüfungen vom Sonntag, an denen die besten Fahrer aus der ganzen Schweiz teilnahmen. Schon morgens um sieben Uhr stellten sich die ersten Einspänner der strengen Bewertung durch die Fahrrichter. Um die begehrten Gold-, Silber- und Bronzemedaillen zu gewinnen, durfte kein Ball im Hindernisparcours fallen. Diese Leistung vollbrachten nur Heini Syfrig aus Langnau, Walter Böni aus Diepoldsau und Paul Mohn aus Feldmeilen. Wie Heini Syfrig bei den Einspännern, gelang es auch Daniel Kirchmeier aus Thundorf, sich zum fünften Mal als OKV-Chamion bei den Zweispännern feiern zu lassen. Die weiteren Plätze belegten Willi Stöckli aus Scherz vor dem OFV-Präsidenten René Staub aus Gossau. Bei den Vierspännern waren mit Ausnahme von Christian Iseli alle Fahrer anwesend, die mitte August die Schweizer an den Weltmeister-schaften in Riesenbeck vertreten. Auch in dieser Prüfung blieb für Seriensieger Hanspeter Rüschlin mit dem sechsten Titel alles beim alten. Die grosse Hoffnung im Schweizer Vier-spännersport, Werner Ulrich aus Innerberg, bewies seine Klasse mit einem ausgezeichneten zweiten Rang. Da er als Berner nicht an der OKV-Wertung teilnehmen konnte, belegten Heiner Merk aus Tägerswilen vor Felix Brenner aus Weinfelden die Plätze zwei und drei. Auch Mitglieder unseres Vreins nahmen an Prüfungen dieser Konkurrenz teil. So erreichte Armin Schönenberger in der Einspännerkonkurrenz der Stufe I vom Freitagnachmittag den 3. und Jakob Meier den 6. Rang. Vereins- und OK-Präsident Walter Schönenberger belegte den 14. und Petra von Känel den 15. Rang. Bei den Zweispännern der gleichen Stufe klassiert sich Armin Schönenberger im 5. und Köbi Meier im 12. Rang. Trotz der grossen Teilnehmerfelder war es für den Veranstalter wichtig, dem Publikum mehr als nur Fahren zu bieten. In der achtköpfigen Dressurquadrille, welche von Josef Metzger, Roman Storchenegger, Albert Brägger, Franz Bärlocher, Gebhard Sennhauser, Fredi Gmür, Urs und Walter Stillhart souverän vorgetragen wurde, ernteten beim Publikum und bei den Konkurrenten riesigen Applaus.
Springkonkurrenz mit Standartenweihe 27.-29.August 1993 in Bütschwil
Schon einige Zeit ist verflossen und man erinnert sich noch an die Reitsporttage in Bütschwil. Die Wolken hingen tief und es regnete..,als am Freitagnachmittag mit der ersten Prüfung der Kat.LII eröffnet wurde. Wärdend dem Petrus die Regenschleusen für das traditionelle Vereins-springen um 17.00 Uhr schloss, litten auch die weiteren Springen der R-Kategorien am Samstag stark unter den schlechten Wetterverhältnissen. Den am Samstagabend stattgefundenen Ländlerabend liess sich aber trotzdem niemand verderben. Die Kapelle " Türmli-Buebe " spielte für jung und alt und sorgte für einen gemütlichen Abend. Peter Hollenstein und seiner Küchen-Crew ist ein Lob auszusprechen, für das Essen der geladenen Gäste. (Es waren die Landwirte der näheren und weiteren Umgebung eingeladen, was sich sicherlich positiv auf die Verstän-digung zwischen Bodenbesitzern und Reitern auswirkte.)
Wohl der grösste Höhepunkt war am Sonntag, die Einweihung der neuen Standarte. Im feier-lichen Rahmen wurde sie begleitet von der Musikgesellschaft Bütschwil und den Fahnendelega-tionen der OKV-Equipen. Die Ansprachen von Festredner Albert Kläger und dem OKV Präsidenten Arnold Hürlimann deuteten auf den schönen Anlass hin. Wärend Präsident Walter Schönenberger in einem Rückblick die alte Standarte verabschiedete, betonte Fahnenpate und Vereinsehrenpräsident Viktor Schönenberger die Symbolik der neuen Standarte. Ein Dank auch unserer Fahnenpatin und Stammlokalwirtin Ottilia Ammann.
Zum Festakt konnte man sich natürlich einmal mehr von der Festwirtschaft verwöhnen lassen. Dass es auch dieses Jahr an einem grossen Angebot nicht fehlte, sei unserem Festwirt Toni Schönenberger, seiner Frau Erika und all den Mithelfern im Hintergrund speziell zu verdanken. Eine der attraktivsten Prüfung versprach wohl die OKV Coupe 1993, um 15.30 Uhr. 38 Equipen aus dem gesamten OKV Gebiet befand sich am Start und zeigten ihre gute Form.
Mit dem Sieg des RC Grünigen, verwiesen die Zürcher Oberländer die Equipen des KV Dübendorf und des RV Starkenmühle auf die weiteren Medaillenränge. Den glänzenden 6. Rang eroberten sich in dieser anspruchsvollen Prüfung unsere Vereinsmitgliederequipe, Hansruedi Rüdlinger und Simple Simon, Roman Storchenegger auf Hill House und Walter Stillhart mit Adamo. Trotz anfänglichem Wetterpech ging ein schöner und warmer Spätsommertag zu Ende. Für ein ausgezeichnetes gelingen der gesamten Tage sei ein Dank ausgesprochen dem ganzen Organisationskomitee, dem Buffet-und Serviepersonal und all den treuen Helfern. Ein herzliches Dankeschön auch unseren Gönnern und Preisspendern, Arnold Brändle und August Koller die uns wiederum das Land zur Verfügung stellten, sowie sämtlichen Boden- und Arealbesitzern. Dank und Anerkennung gebührt auch den vielen Zuschauern und Besuchern, die den Weg zum Festplatz gefunden haben. Ohne all jene wäre es ganz bestimmt unmöglich, eine solche Veranstaltung durchzuführen. Wer freut sich nicht jetzt schon auf's Jahr 1995, wenn's wieder heisst- Springkonkurrenz Bütschwil !!!
Stellvertretend für die vielen schönen Jagden, welche der Reitverein durchgeführt hat, sollen die Zeitungsartikel von der Alttoggenburger-Jagd 1993 und der Jedesheimer-Jagd 1994 aufzeigen, was für ein sportlicher und gesellschaftlicher Höhepunkt ein solcher Anlass, auch heute noch, für Pferd und Reiter bedeutet.
Alttoggenburger-Fuchsjagd 1993
Die Fuchsjagd gehört zur Reiterei, wie der Zapfenstreich zur Musik oder das Grümpelschiessen zu den Schützen. Es ist eine althergebrachte Tradition, die lange zurück geht und immer wieder neue Freunde und tolle Erlebnisse bringt. Früher wurden die Fuchsjagden zwar viel ehrgeiziger durchgeführt. Der sogenannte " Fuchs " wurde auf die Reise geschickt und die Reiter mussten ihm nachjagen und aufstöbern. Wem es gelang, den Fuchs zu erhaschen, der war der grosse Sieger des Anlasses. Der wurde gefeiert und durfte das Ehrenembelm in Empfang nehmen. Da in der Hitze des Gefechtes vielfach auch die Unfallgefahren ausser acht gelassen wurden, die bei solchen Jagden vorkamen, hat man jetzt die Spielregeln geändert und bestimmte Freiheiten eingeschränkt, sodass es jetzt fairer und gelassener zu und her geht. Das Wetter für den sonntäglichen Anlass war wohl kalt, aber überaus einladend. Die Sonne schien und es folgten nebst den Teilnehmern viele Schlachtenbummler dem Geschehen. Nebst den Mitgliedern des organisierenden Reitvereins Alttoggenburg und Umgebung waren auch die Kollegen der Reitvereine Uzwil, Flawil und An der Thur eingeladen. Zusammen meldeten sich über 20 Damen und Herren beritten zum Start, der in Oetschwil bei Ganterschwil angesagt war. In den Behausungen der Familie Meier war zudem eine Kaffeestube eingerichtet, wo man sich vorgängig aufwärmen konnte. Pünktlich besammelten sich die Wettkäpfer mit ihren Vierbeiner zum Start. Die in verdankenswerter Weise angerückten Mitglieder der Jagdhornbläser-gruppe Wil konzertierten unter der Leitung ihres Dirigenten Ernst Mösli. Sie erfreuten damit der Versammelten und schafften eine tolle Atmosphäre zum Auftakt. Vereinspräsident Walter Schönenberger benützte die Gelegenheit, die Teilnehmer freundlich zu begrüssen. Er informierte über die Einzelheiten des Anlasses und dankte allen für das Erscheinen. Gerhard Holenstein, der die technischen Details dieser Fuchsjagd betreute, gab die genauen Spielregeln bekannt. Er nominierte Berni Rüegg als Fuchs und bezeichnete die weiteren Chargierten, die eingesetzt waren. Dann ritten die Teilnehmer von dannen. Zuerst zogen sie eine Schleife,ehe sie wieder an den Ausgangspunkt nach Oetschwil zurück kamen, wo sie einige Hindernisse zu überspringen hatten. Dann ging es vergnügt Richtung Ganterschwil- Necker und hinunter zur Letzibrücke, wo in der Nähe ein Apero ausgeschenkt wurde und wiederum die Jagdhornbläser konzertierten und für Stimmung und Ambiance sorgten. Nach kurzer Pause bestiegen die Teilnehmer wieder ihre Pferde um das nächste Teilstück in Angriff zu nehmen,das via Ganterschwil Richtung Bütschwil führte. Ennet der Thur wurde zuerst westwärts geritten und in der Nähe von Grämigen die Richtung geändert. Der Tross hatte im Bereiche des Bütschwiler Hallenbades den Schlusspurt auszutragen, wo der Sieger des Anlasses ermittelt wurde. Dann zog sich die ganze Gesellschaft wieder an den Ausgangspunkt nach Oetschwil zurück, um in der gemütlich eingerichteten Festwirtschaft noch einige Stunden kameradschaftlich beisammen zu sitzen und die Reiterfreundschaft zu pflegen. Die diesjährige Fuchsjagd hat gehalten, was man von ihr erwartet hatte. Sie war amüsant, gesellig und auch sportlich attraktiv. Die Distanz, die bewältigt werden musste, war zirka 10 Kilometer lang im Typ Cross gehalten und zudem waren 30 leichte bis mittelschwere Hindernisse eingestreut, die für Leben und teilweise auch für Aufregung sorgten.
Mehr als 100 Teilnehmer bei der Jedesheimer Fuchsjagd 1994
Zum 15. Mal hatte Jagdherr Hans Selg zur Jedesheimer Fuchsjagd geladen. Bei idealer Witterung holten mehr als einhundert Reiter ihre Rösser aus dem Stall, um im Kreise Gleichgesinnter schöne Stunden im Sattel zu erleben. Viele Rösser, Haflinger, Ponys und Westernpferde waren herausgeputzt, die Reiter in ihrem schmucken Dress boten ein farbenfrohes Bild. Zur Begrüssung spielte die Jagdhornbläser-Gruppe des Reitvereins Memmingen. Jagdherr Hans Selg teilte die Reiter in drei Felder ein, Franz Stöberl jun. Josef Kurz und Franz Bosch der vor kurzem deutscher Meister der Treckingreiter geworden ist. Susanne Selg und Hans Hinz aus Verden an der Aller, der sicher den weitesten Anmarsch von 700 Kilometer hatte,ritten vorweg. Weniger weit hatten es die drei Schweizer Reiter, die schon zum sechsten Mal hintereinander zur Jedesheimer Jagd kommen. Walter Schönenberger (der Präsident des Scheizer Reitvereins Alttoggenburg aus Bütschwil im Kanton St. Gallen, der zum Illertisser Reitverein ein gutes freundschaftliches Verhältnis hat ) sowie Gerhard Holenstein und Bernhard Rüegg. Die Schweizer bekamen Pferde aus Illertissen gestellt. Mit dreifachem Horrido ritt Hans Selg auf die Strecke von 20 Kilometern mit 20 festen Hindernissen, die von der Aufbaumanschaft jagdgerecht gestaltet waren. Schwächere Teilmehmer konnten sie umreiten. Eine Jagd soll keine Höchstleistung fordern, sondern Freude und Spass vermitteln am gemein-samen Galoppieren durch herbstliches Gelände. Die Jedesheimer Landwirte hatten Wiesen und Wege freigegeben. Recht flott ging's bis zum ersten Stopp. Dass Schadenfreude die schönste freude ist, erlebte man als einige Reiter an einen Teich baden gingen und bis zum Bauch im Wasser erhobenen Hauptes ans Ufer schritten. Zur Halbzeit gab es eine kräftige Gulaschsuppe. Der Bisle-Saal platzte am Abend aus allen Nähten und als das Jagdgericht in Aktion trat war Heiterkeit und Freude bis lange nach Mitternacht angesagt.
Zweitagesritt nach Frauenfeld zum Tag des Pferdes vom 14.-15. Mai 1994
Am Samstagmorgen, um 6.30 Uhr, besammelten sich viele gutgelaunte Reiter und Reiterinnen mit ihren Pferden und die nicht wegzudenkenden Begleitpersonen bei Albert Brägger. Bestens vorbereitet und gut gestärkt, dank dem feinen " z' Morgä ", bei der Familie Brägger, konnten wir um 7.15 Uhr den langen Ritt nach Frauenfeld in Angriff nehmen. In Zweierkolonne führte uns, der Organisator des Zweitagesrittes, Albert Brägger, über Littenheid nach Hurnen, wo wir den " z Nüni" im Restaurant Landhaus einnahmen. Weiter ging es durch die fantastische Thurgauer Landschaft mit den vielen Naturwegen, die wir im Trab und Galopp hinter uns liessen. Um 11 Uhr trafen wir in der Aumühle ein, wo das Mittagessen schon auf uns wartete. Kaum gegessen mussten wir uns und unsere Pferde vorbereiten, für den bevorstehenden Festumzug durch Frauenfeld. Nach nochmals 30 Minuten reiten trafen wir endlich in der Frauenfelder Allmend ein. Um ca. 14 Uhr begann der gut besuchte Umzug. Danach wurde endlich auch unseren Pferden eine längere Ruhezeit gegönnt. Nach ausgiebiger Pflege und Fütterung liessen wir unsere Pferde in den Zelten zurück, damit auch wir unseren Bedürfnissen nachgehen konnten und uns beim abendlichen Unterhaltungsprogramm erholen konnten. Nach einer kurzen Nacht im Massenlager ( die nur mit zugehaltenen Ohren überstanden werden konnten), standen die ersten wieder um 6 Uhr auf. Ab 7 Uhr gab es Frühstück. Pünktlich um 8.45 Uhr sassen alle auf ihren, wieder munteren Pferden und waren bereit für den langen Ritt nach Hause. Schon nach kurzer Zeit führte uns ein Vierspänner auf den Sonnenberg, wo es einen Apero gab. Auf direktem Weg führte uns Albert Brägger zu Familie Schnyder, wo wir im Garten "z'Mittag " essen konnten. Um ca. 14 Uhr nahmen wir das letzte Stück in Angriff für das wir noch etwa 1 1/2 Stunden benötigt hatten. Gegen 16. Uhr waren wir bei Albert Brägger, glücklich aber erschöpft, angekommen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die dafür sorgten, dass dieser Zweitagesritt ein solcher Erfolg wurde?
Maya Wullschleger
Freundschaftstreffen vom 12.-14. Mai 1995 in Illertissen
Mit etwas Verspätung fuhren wir mit unseren 15 Pferden Richtung Bodensee. Dank Walter Schönenberger sehr aufwendiger Vorarbeit konnten wir den Zoll schnell überqueren. Nach reichhaltigem Mittagessen näherten wir uns unserem Ziel so langsam. Punkt 15.30 Uhr fuhren wir in Jedesheim ein. Dem einen oder anderen fing so langsam das Herz an zu poppern. Nach kurzer Begrüssung des Präsidenten Dieter Bäuerle stiessen wir auf drei schöne Tage und unsere langjährige Freundschaft an. Nachdem alle 20 Mitglieder ihre Nachtquartiere zugesprochen bekamen, machten sich unsere Reiter mit ihren Vierbeinern für den von Manfred Chrobock geleiteten Ritt zurecht. In der alten Mühle gab es dann den ersten verdienten Halt. Wieder etwas gestärkt, ging's dann Richtung Jedesheim. Im Stall wusste man nicht so genau, wer müder war, Reiter oder Pferd, denn die schöne Galopp-Landschaft hägte ein wenig an. Nach kurzer Ruhepause traf man sich schon bald wieder im Gasthaus Löwen zum fröhlichen Beisammensein ein. Nachdem uns Manfred die genaue Anweisungen für den nächsten Tag mitteilte, machten sich die einen oder anderen auf den Heimweg. Samstagmorgen: Oh je, ich wusste nicht genau, waren meine Augen noch etwas feucht oder regnete es wirklich so fest? Trotzdem, durch einen Schnaps gestärkt, starteten wir in zweier Gruppen (1CH und 1D). Ulli und ich genossen es richtig und galoppierten 2/3 des ganzen Weges.Nach Sträucherkunde und Kleinkaliber schiessen wurden wir Schweizer vom Lande, noch so richtig getestet. Resi, die geduldige Kuh, erlaubte allen zu testen, wer wohl am meisten " Milch " aus ihr herausmelken konnte. Es war gar nicht so einfach und vor allem sehr anstrengend. Anschliessend wurde uns bei Familie Sieber ein gutes Mittagessen offeriert. Nun wurden unsere Pferdekenntnisse getestet, bevor es in der Reithalle zu einem Geschicklichkeits-parcours weiterging. Nach einem kleinen Abstecher bei Lore traf man sich am Abend wieder zum gemeinsamen Nachtessen. Nun wartet man gespannt auf die Siegerehrung. Wird wohl das Traumpaar Manfred Chrobock / Urs Stillhart den Siegespreis mit nach Hause nehmen? Mit weniger Freude mussten sie den Sieg an Berni Rüegg und Franz Bosch abtreten. Als Erinnerung bekamen alle eine Urkunde, vielen Dank. Anschliessend zeigte uns Manfred seine Diasammlung von vergangenen Freundschaftstreffen. Nach vielem plaudern, singen und tanzen machten wir uns gemütlich auf den Heimweg. Bald schon stand der Abschied vor der Tür. Zum letzten Mal versammelten sich alle Munteren zu einem Sonntagsmorgen-Ausritt. Was sehr gemütlich anfing, endete mit einem rassigen Galopp, aber schön war's trotzdem. Im Namen aller Beteiligten möchte ich mich bei Manfred für seine geführten Ritte bedanken. Nach einer kleinen Stärkung, Weisswurst mit Brezel, machten wir uns an's Zusammenpacken. Beim Pferde verladen bekamen einige feuchte Augen. Nach einem Abschiedslied und einem guten Tropfen verabschiedeten sich die beiden Vereinspräsidenten im Namen aller. Früher nahm man Leintücher beim Adieu sagen, heute Vorhänge und Küchenschürzen. Auf der Rückfahrt verlief alles reibungslos, so dass wir sehr schnell, aber etwas ermüdet, zu Hause eintrafen. Bei baldiger Bettruhe träumten wir vom nächsten Freundschaftstreffen in Illertissen.
Monika Gerig
RV Alttoggenburg gewinnt OKV-Coupe in Uster
Einen noch nie dagewesenen Erfolg feierten am 7. Mai 1995 in Uster der Reitverein Alttoggenburg. Die Gebrüder Walter und Urs Stillhart gewannen mit Franz Bärlocher zusammen erstmals das Equipenspringen um den OKV-Coupe. Das Trio blieb sowohl im Normalparcours als auch im Stechen fehlerfrei und vermochte dank der schnellsten Zeit den RV-Flawil und Dübendorf auf die Ehrenplätze zu verweisen. 47 der 132 Vereine aus dem Gebiet des Ostschweizerischen Kavallerievereins (OKV) beteiligten sich an diesem prestischträchtigen Wettkampf, der seinen Ursprung im einstigen Schwadronen-Coupe hatte. Damals bestand ein Team aus einem Offizier, Unteroffizier und Dragoner.Wer bei den Alttoggenburgern eine Rolle spielte, lässt sich zwar nicht genau eruieren, aber sicher scheint, dass die Aussenseiter bestens harmonierten und eine optimale Linie zwischen den 21 Hinder-nissen fanden. Im Gegensatz zu den üblichen Prüfungen mussten beim OKV-Coupe nicht jeder Starter sämtliche Oxer oder Steilsprünge überfliegen, sondern pro Paar mussten nur sieben Hindernisse gesprungen werden. Die Taktik bzw. die richtige Einschätzung des Parcours spielte deshalb eine ebenso grosse Rolle wie das Sprungvermögen der Pferde. Die Alttoggenburger qualifizierten sich mit Flawil, Dübendorf, Winterthur und Gossau ZH zusammen für das einmalige Stechen. Sowohl Urs Stillhart/ Caramba als auch Walter Stillhart / Adamo und Franz Bärlocher / Simple Simon blieben fehlerfrei, wobei sie keinerlei Risiko auf sich nahmen und bezüglich des Tempos keineswegs an ihre Leistungsgrenze gingen. Im Normalparcours blieben schliesslich Flawil und Dübendorf unter der Alttoggenburger Marke. Dies änderte sich im Entscheidungsdurchgang, als pro Team ein Paar pausieren konnte. Die Stillharts fanden wiederum die Ideallinie und wiesen im Ziel 5.03 Sekunden Vorsprung auf. Oder anders ausgedrückt: Wie im Stechen pro Abwurf ( Wertung C) fünf Sekunden zur gerittenen Zeit gezählt wurden, hätten sich die Alttoggenburger sogar einen Fehler erlauben können und wären trotzdem drei Hundertstel vor den ebenfals fehlerfreien Flawilern (Ursula Baumberger /Walter Nagel /Vreni Misteli) geblieben. Vor zwei Jahren wurde der OKV-Coupe im übrigen von den jetzigen Siegern in Bütschwil organisiert. Damals reichte es den Gastgebern " nur zu Rang sechs. Die siegreichen Drei können sich auch nicht daran erinnern, in früheren Zeit je auf dem Podest gestanden zu sein. Deshalb erhält der Triumph einen relativ hohen Stellenwert. Die Aktiven stufen dieses Mannschaftsereignis, bei dem es kein Streichresultat gibt, vom sportlichen Wert her höher ein als einen Einzelsieg bei einer gut dotierten Einzelprüfung. Entsprechend überschäumend feierten sie ihren Exploit.
So gewann der Mosliger Armin Kläger beim Fahrturnier in Winterthur sowohl den Wettkampf der Ein- als auch Zweispänner.
Einen überraschenden Doppelsieg bei den Ein- und Zweispännern am Saisoneröffnungsturnier in Wil feierte die erst 17jährige Tamara Schönenberger aus Mosnang. Die junge KV-Lehr-tochter überzeugte durch ihre Nervenstärke und ihren gefühlvollen Fahrstil. Das Turnier glich gelegentlich einem Schönenberger-Familientreffen, beteiligten sich doch auch ihr Vater Armin und die Onkel Alex, Felix und Walter an dieser Veranstaltung.
In St. Gallen kamen Roman Storchenegger /Hill House, Albert Brägger /Ragusa, Maya Wullschleger / Interpendant und Nicloe Matter /Silver in der OKV-Quadrillenprüfung auf den ausgezeichneten sechsten Rang. Bezüglich Choreographie erhielten die unter dem Motto " My Fair Lady " aufgetretenen Altoggenburger sogar die höchste Bewertung sämtlicher Vereine. Nicht zuletzt auch ein Verdienst von Anneliese Felber und Monika Gerig, die einerseits für die Choreographie und anderseits das Training verantwortlich zeichneten.
Springkonkurrenz Bütschwil 1995
Mit einem grossartigen Sieg des RC Flawil endete die diesjährige Springkonkurrenz des RV Alttoggenburg. Ueber 1000 Zuschauer fanden sich auf dem Springplatz an der Soorstrasse ein, wo die vier Finalisten für den OKV-Vereinscup ermittelt wurden. In souveräner Manier setzte sich der RC Flawil mit Walter Nagel /Massimo, Albert Nisple /Jaspi, Ursula Baumberger /Carat und Kurt Hättenschwiler/ Elvis durch und qualifizierte sich als Sieger der Qualifika-tionsgruppe Ost. Mit den Untertoggenburgern fahren am 10.September der RC An der Thur, und RV Alttoggenburg und der RV Nieselberg zum Final nach Elgg. Für einmal meinte er es gut, unser Wettergott Petrus, mit dem RV Alttoggenburg. Die angekündigten Regenschauer und der Kaltwettereinbruch liessen bis zum Schluss auf sich warten. So konnten auf einwandfreiem Terrain, der gelegentliche Regen der Vortage machte den Boden geradezu ideal, die anspruchsvollen Parcours vom Parcourbauerduo Kurt Bischofberger / Jakob Müggler gesprungen werden. Bereits am Freitagnachmittag starteten die nationalen Reiter zu zwei LII-Prüfungen. Katharina Juninger und Christian Heim liessen sich als Sieger feiern während Bruno Bischofberger mit Fabiola jedesmal der erste Ehrenplatz blieb. Sportlich von hohem Wert zeichnete die beiden R III-Prüfungen vom Samstagabend aus. Vor allem im Preis der SBG zeigten die Reiter im Stechen ein gutes Auge und Zeitgefühl. Nicht überraschend, dass sich dabei Johannes Hofstetter mit Ezaronjo vor Ruedi Hottinger durchsetzen konnte. In den vorangegangenen Prüfungen um die Qualifikation zur R II-Gold Trophy konnten sich Denis Erni und Margot Westermayer fürs Final qualifizieren und Ursula Baumberger, Bazenheid verpasste gar einen Sieg nur um Haaresbreite.
OK-Präsident Urs Stillhart war mit dem Verlauf der Springkonkurrenz sehr zufrieden. Mit rund 800 Starts an drei Tagen ist man an die Grenze gelangt, was noch vertretbar war, obwohl alles gut abgelaufen ist.
RV Alttoggenburg gewinnt OKV-Vereinscup 1995
Den grössten Erfolg in der bald 75jährigen Vereinsgeschichte feierten am 10. September 1995 die Reiter des RV Alttoggenburg. Am OKV-Finale in Elgg siegten Roman Storchenegger, Franz Bärlocher, Urs und Walter Stillhart mit ihren Pferden Hil House, Simple Simon, Caramba und Adamo nach spannendem, mehr als fünfstündigem Wettkampf vor dem organisierten Reitverein Elgg. Zahlreiche Fans waren mit der Alttoggenburger Equipe in die Zürcher Reitermetropole angereist, um mit ihnen mitzufeiern. Kein anderes Team unter den 17 Finalisten konnte auf eine solch grosse und sympatisch laute Unterstützung zählen. Der OKV-Vereinscup ist die bedeutendste Vereinsprüfung des Ostschweizerischen Kavallerieverbandes, dem alle Reitvereine östlich der Reuss inkl. dem Kanton Tessin angehören. An der Qualifika-tion beteiligten sich 68 Vereine, die in vier Sektionen aufgeteilt, je vier Qualitätsprüfungen bestreiten mussten. Die vier Gruppenersten und der organisierrende Verein erhielten dann die Finalstartberechtigung. Aus dem Kanton St. Gallen waren noch der Reitclub An der Thur und der RC Flawil am Start. Sie belegten die Ränge 7 ( An der Thur und 12 Flawil.) Es begann schon sehr gut für die Alttoggenburger. Da die ersten drei Reiter ihren ersten Umgang alle fehlerfrei bewältigten, musste der vierte ( Walter Stillhart ) diesen Durchgang gar nicht reiten. Er konnte sein Pferd für das entscheidende Stechen schonen. Dies war bei diesem kräfte-raubenden Boden sicher ein Vorteil. Noch sechs Vereine waren nach dem ersten Umgang fehlerfrei, nebst den Alttoggenburgern die Reiter aus Bremgarten, Uster, Grüningen, Elgg und Biessenhofen. Aber auch der zweite, von Paul Weier und Louis Baumgartner aufgestellte Parcours wurde durch drei Alttoggenburger fehlerfrei bewältigt, was nur noch den Reitern aus Elgg gelang. Ein Stechen würde entscheiden. Zu diesem mussten noch je zwei Paare antreten, für die Toggenburger die Gebrüder Stillhart, für die Elgger die Gebrüder Krähenbühl. Nach einem wiederum fehlerlosen Ritt von Urs Stillhart mit Caramba, mussten die Elgger zwei Abwürfe in Kauf nehmen. Walter Stillhart und Adamo brachten mit ihrer Routine dann den Vorsprung unter tosendem Applaus ins Ziel. Die Springreiter des RV Alttoggenburg haben nun nach der OKV-Coupe auch die zweite bedeutende Teamprüfung im OKV gewonnen. Auch die weltbeste Reiterin Lesley Mc Naught-Mändli liess es sich nicht nehmen, den Alttoggenburgern spätabends persöndlich zu gratulieren.
RV Alttoggenburg wurde OKV-Verbandsmeister 1995
An der 140. Delegiertenvesammlung des Verbandes Ostschweizerischer Kavallerie-und Reitvereine im zugerischen Cham wurde der Reitverein Alttoggenburg und Umgebung als erfolgreichster Reitverein 1995 geehrt. Erstmals in der Geschichte dieser Wertung konnte sich ein St. Galler Reitverein gegen die dominierenden Zürcher Clubs durchsetzen. Der Sieg in der Verbands-wertung bildet das berühmte Pünktlein auf dem i in der erfolgreichsten Saison der 75 jährigen Vereinsgeschichte des Reitvereins Alttoggenburg. Verbandspräsident Arnold Hürlimann würdigte denn auch die Leistung der Alttoggenburger, denen es als kleinem Landverein gelang, dank guter Saisonplanung ( und gesunden Pferden), den Sieg in der Verbandswertung zu realisieren. Grundlagen für den Sieg bildeten die hervorragenden Resultate in Coupe und Cup, an der Vereinsmeisterschaft und die Teilnahme an den Quadrillenprüfungen. Als zweitbester Verein der Region konnte sich der RC Flawil im 19. Rang unter den 132 Vereinen, dei dem OKV angeschlossen sind, klassieren. Nebst der Coupe-und Cuptrophäe steht somit auch der dritte grosse Pokal des OKV für ein Jahr im Stammlokal des RV Alttoggenburg.
Jubiläumshauptversammlung 1996
Wer Geburtstag feiern kann, freut sich darüber. Am Samstag 3. Februar 1996, kehrte diese Freude beim Reitverein Alttoggenburg und Umgebung ein, dessen Vereinsmitglieder sich zur Jubiläums-Hauptversammlung im Restaurant Krone, Mosnang, einfanden und das 75 jährige Bestehen feiern konnten. Die Besonderheit dieses Zusammentreffen kam unter anderem auch beim vorzüglich zubereiteten und freundlich servierten Nachtessen, das der Jubiläums-Hauptversammlung voraus ging, zum Ausdruck. Die anstehenden Jahresgeschäfte wurden in sportlicher Manier an die Hand genommen. Nach der Begrüssung der 65 Mitglieder, der Frei-und Ehrenmitglieder sowie der beiden Ehrenpräsidenten Urs Stillhart und Viktor Schönenberger und Fahnenpatin Ottilia Ammann wies Vereinspräsident Walter Schönenberger, Kirchberg kurz auf die Besonderheiten des vergangenen Vereinsjahres hin. Viel Liebe zum Reitsport, Kameradschaft, Einsatz und sportliche Erfolge waren die immer wiederkehrenden Impulse, die zum erfreulich hohen Vereinsalter führten. Bei den verschiedenen Abstimmungen konnten die drei Stimmenzähler Toni Schönenberger, Markus Koller und Hansruedi Rüdlinger durchwegs Zustimmungen durch die Vereinsmitglieder feststellen. Mit stolz durfte der Präsident des Reitvereins Alttoggenburg und Umgebung auf das Jahr 1995, welches von zahlreichen sportlichen Erfolgen geprägt war, zurückblicken. Da war einmal der Sieg in der Verbands-meisterschaft, für den der Reitverein Alttoggenburg anlässlich der OKV-Delegierten-versammlung in Cham geehrt wurde. Der Versammlungsleiter vergass aber auch die treuen Pferde die zu diesen Erfolgen beigetragen haben, nicht.
Nach gut geleiteter Winterarbeit durch vier Ehrenmitglieder des Vereins (Roman Storchen-egger, Fredi Koller, Urs und Walter Stillhart), starteten 24 Paare zur kombinierten Hallen-schlussprüfung, die von Josef Metzger mit Golden-Way gewonnen wurde. Das Vereinsspringen vom 5. Juni entschied Markus Koller mit Glengowrie vor Walter Stillhrt mit Adamo und Roman Storchenegger mit Hill-House für sich. Weiter wurde zu 21 Ritten eingeladen. Kameradschaft kam aber auch am 12 Mai zum Ausdruck, als 20 Mitglieder mit 15 Pferden nach Illertissen reisten. In bester Erinnerung ist selbstverständlich auch die Springkonkurrenz in Bütschwil. Ob so vieler Erfolge konnten Gratulation und Dank nur die logische Folge sein. Dass der jubilierende Verein auch bezüglich Finanzen Stabilität ausweisen kann, ging aus dem Kassabericht von Berni Rüegg hervor. Das Rechnungsjahr 1995 wurde mit einem respektablen Gewinn abgeschlossen und auch das Vereinsvermögen darf sich demzufolg sehen lassen. Den Anträgen der beiden Revisoren Stefan Bärlocher und Hans Elmiger, die auf Genehmigung und Dank lauteten, wurde zugestimmt. Als Schlussrittsieger 1995 konnte Fredi Gmür aus Mosnang ausgerufen werden, gefolgt von Elsi Meier, Franz Koller, Roman Storchenegger, Geri Holenstein, Toni Schönenberger und Toni Burri. Insgesamt wurden 20 fleissige Mitglieder mit einem Zinnbecher belohnt. Den Springreiter-Wanderpreis, das heisst die meist gewonnene Gewinnsumme von 1995,erhält Walter Stillhart vor seinem Bruder Urs.
Ausblickend machte Monika Gerig auf die vom Reitverein Alttoggenburg durchgeführte OKV-Verbandsmeisterschaft vom 5.Oktober 1996 aufmerksam, wo Walter Stillhart OK-Präsident ist. Am gleichen Wochenende, nähmlich am 6. Oktober, reiten die Mitglieder der Vereine Uzwil, Flawil und Alttoggenburg um den begehrten Wanderpokal des tradionellen Freundschafts-treffens. Im Traktandum " Ehrungen" wurde zuerst des im Berichtsjahr verstorbenen Arnold Hansmann gedacht. Für 20 jährige Vereinstreue wurden geehrt und beschenkt: Guido Koller, Bazenheid (12 Jahre Reitwegverantwortlicher), Hansruedi Rüdlinger ( zwei Jahre Aktuar, vier Jahre Kassier ) sowie Armin Schönenberger ( vier Jahre Kommissionszugehörigkeit ) welcher seit 1996 als Präsident des Fahrvereins Wil vorsteht. Im Jubiläumsjahr 1996 werden nebst verschiedenen berittenen und unberittenen Aktivitäten auch einige besondere Anlässe organisiert und durchgeführt. Darüber informierte Albert Brägger. Auf den Höhepunkt, die OKV-Vereinsmeisterschaft vom 5. Oktober, wurde bereits hingewiesen. Dem Kalender ist unter anderem zu entnehmen: Am 17. März werden sich die Berittenen in den Sparten Dressur und Springen, als Abschluss des Wintertrainings, messen. Am 5. Mai steht Blustfahrt /-ritt auf dem Programm. Auf den 27. Mai wird zu einem Freundschaftsspringen eingeladen. Die Vereinsreise führt am 1.-2.Juni ins Tirol, wobei im Jubiläumsjahr auch Partnerinnen und Partner eingeladen sind. Die kombinierte Herbstprüfung und der Final mit Pferdewechsel sind auf den 19.- 20. Oktober angesetzt. Grosses Augenmerk wird auch auf die Nachwuchsförderung gelegt. So kommt als Neuheit, der Junioren-Cup wobei der Wanderpreis von Res Graf gestiftet wurde. Als zwölftes und letztes Traktandum wurde " Verschiedenes und allgemeine Umfrage" behandelt. Josef Metzger lobte die Kameradschaft im Verein, munterte die jungen Mitglieder auf ,frische Ideen einzubringen und präsentierte sein Geburtstags-Geschenk an den RV Alttoggenburg und Umgebung in Form eines orginellen Sprunges.
Der Vorstand 1996
Bernhard Rüegg Kassier
Schöenberger Walter Präsident
Gerig Monika Uebungsleiterin
Holenstein Geri Aktuar
Brägger Albert Beisitzer
Die Vereinsmeister
1946 Harder Werner 1964 Kläger Albert 1982 Stillhart Urs
1947 Vettiger Ernst 1965 Keller Roland 1983 Stillhart Urs
1948 Vettiger Ernst 1966 Storchenegger Hermann 1984 Stillhart Urs
1949 Rupper Hans 1967 Koller Alfred 1985 Storchenegger R.
1950 Rupper Hans 1968 Kläger Albert 1986 Metzger Josef
1951 Rupper Hans 1969 Koller Alfred 1987 Stillhart Urs
1952 Rupper Hans 1970 Koller Alfred 1988 Rüdlinger Hansruedi
1953 Schönenberger Viktor 1971 Storchenegger Roman 1989 Ruegg Bernhard
1954 Koller Armin 1972 Schönenberger Ernst 1990 Brägger Albert
1955 Koller Armin 1973 Keller Roland 1991 Brägger Albert
1956 Koller Armin 1974 Lehnherr Leo 1992 Metzger Josef
1957 Schönenberger Viktor 1975 Hess Marianne 1993 Schönenberger Toni
1958 Koller Alfred 1976 Hess Marianne 1994 Brägger Albert
1959 Koller Alfred 1977 Truninger Peter 1995 Gmür Fredi
1960 Brühlisauer Jakob 1978 Truninger Peter
1961 Kläger Albert 1979 Stillhart Walter
1962 Kläger Albert 1980 Truninger Peter
1963 Strassmann Hans 1981 Brägger Albert
Die Schlussrittsieger
1946 Bühler Hans 1973 Stillhart Urs 1985 Gerig Doris
1947 Vettiger Ernst 1974 Stillhart Urs 1986 Rüdlinger Hansruedi
1948 Schönenberger Karl 1975 Rüdlinger Hansruedi 1987 Stillhart Walter
1949 Rupper Hans 1976 Stillhart Walter 1988 Rüdlinger Hansruedi
1950 Harder Erwin 1977 Stillhart Walter 1989 Koller Markus
1951 Rupper Hans 1978 Bernhardsgrüter Erwin 1990 Sennhauser Gebhard
1952 Rupper Hans 1979 Stillhart Walter 1991 Metzger Josef
1953 Bosshard Bernhard 1980 Truninger Peter 1992 Stillhart Walter
1954 Harder Erwin 1981 Gmür Fredi 1993 Koller Urban
1957 Keller Jakob 1982 Enderli Peter 1994 Holenstein Geri
1971 Urs Stillhart 1983 Holenstein Geri 1995 Stillhart Walter
1972 Schönenberger Ernst 1984 Brägger Albert
Die erfolgreichsten Springreiter
1953 Schönenberger Viktor 1974 - 1979 Elmiger Hans 1987 Storchenegger R.
1954 - 1957 Koller Armin 1980 - 1981 Frei Ernst 1988 Stillhart Walter
1958 - 1960 Koller Alfred 1982 Storchenegger Roman 1989 Stillhart Urs
1962 - 1963 Kläger Armin 1983 Stillhart Urs 1990 Stillhart Walter
1971 - 1973 Koller Alfred 1984 - 1986 Grob Albert 1991 Stillhart Urs
1992-95 Stillhart Walter
Die Präsidenten
1921-1927 Hpt. Josef Rutz Bütschwil
1927-1931 Traugott Kopp Haslen Lütisburg
1931-1937 Josef Holenstein Schwende Bütschwil
1937-1939 Theo Schönenberger Oetwil
1939-1945 August Holenstein Bütschwil
1945-1947 Emil Eigenmann Lütisburg
1947-1953 Werner Harder Wolfikon
1953-1956 Carl Schönenberger Dietfurt
1956-1971 Viktor Schönenberger Kirchberg
1971-1972 Armin Kläger Mosnang
1972-1977 Alfred Koller Dietfurt
1977-1991 Urs Stillhart Bütschwil
seit 1991 Walter Schönenberger Kirchberg
Die Ehrenmitglieder
1928 Hptm.Josef Rutz Bütschwil "Ehrenpräsident"
Johann Egli Wolfikon
1931 Traugott Kopp Haslen Lütisburg
1947 Paul Holenstein "zur Sonne" Bütschwil
Dr.Georg Heberlein Wattwil
1952 Schönenberger Theo Kirchberg
Scherrer Martin Bütschwil
Holenstein August Bütschwil
1958 Bärlocher Hans Bütschwil
Eigenmann Emil Lütisburg
1960 Schönenberger Carl Dietfurt
Steiner Ernst Ebnat-Kappel
1964 Harder Erwin Wolfikon
1971 Schönenberger Viktor Kirchberg "Ehrenpräsident"
1974 Kläger Armin Mosnang
Hasler Josef Bütschwil
Hasler Arnold Bütschwil
Strassmann Hans Bütschwil
1979 Koller Alfred Dietfurt
1987 Roman Storchenegger Jonschwil
1991 Urs Stillhart Bütschwil "Ehrenpräsident"
1994 Walter Stillhart Bütschwil
Nachwort
Der Reitverein Alttoggenburg und Umgebung feiert im Jubiläumsjahr 1996 sein 75 jähriges Bestehen und verbindet damit die Durchführung verschiedener sportlicher und kulturellen Veranstaltungen. Kameradschaft und Treue zum Pferd waren selbst in schweren Zeiten die Grundsätze dieser Reitvereinigung, welche bis heute geblieben sind. Aber nicht nur Kameradschaft, sondern auch Kampfgeist war jederzeit grossgeschrieben. Unzählige Siege und gute Klassieungen in allen Sporten des Pferdesports waren die Verdienste der Mitglieder des Reitvereins Alttoggenburg und ihre Pferde. Es ist mir eine grosse Ehre, diesem Verein gerade im Jubiläumsjahr als Präsident vorzustehen. Mein Dank gebührt aber all denen, die sich unter Zurückstellung persöndlicher und finanziellen Intressen in den Dienst einer guten Sache gestellt haben. So begleitet heute mein Wunsch in die nächsten 75 Jahre unseres Bestehens, dass unsere gute kameradschaftliche Gesinnung erhalten bleiben möge. Ich wünsche unserem Reitverein Alttoggenburg und Umgebung in Zukunft nur das Allerbeste.
Der Präsident
Walter Schönenberger